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Posts Tagged ‘Schule’

Gestern war meine letzte Lehrerkonferenz und ich habe bis zum Schluss durchgehalten. Immerhin waren das 150 Minuten. Ich habe mich verständlicherweise nicht an den gelegentlich aufkommenden Diskussionen zur Verteilung von Bereitschaftsstunden oder dem Für und Wider von Sonderwünschen bezüglich der Unterrichtsverteilung und Stundenplangestaltung im nächsten Schuljahr beteiligt. Obwohl ich da durchaus eine Meinung gehabt hätte.

Zum Zeitvertreib habe ich Tee getrunken, (sehr trockene) Salzbrezeln geknabbert, der Tischnachbarin bei den Einträgen in ihren Terminkalender zugeschaut und einige Seiten eines Romans auf der Kindle-App meines Smartphones gelesen. Ab und zu habe ich bei Abstimmungen brav die Hand gehoben um mich zu enthalten. Und ich habe geduldig auf Tagesordnungspunkt 7 (Verschiedenes) gewartet.

Kurz vor 18 Uhr hatte ich dann die Gelegenheit ein letztes Mal vor dem Gesamtkollegium das Wort zu ergreifen, um Kolleginnen und Kollegen einzuladen, sich einen Tag vor Beginn der Sommerferien beim traditionell stattfindenden (Lehrer)Grillnachmittag von mir zu verabschieden. Dabei grillen wir nicht, wie der Name vermuten lässt, die Lehrer, sondern lassen gemütlich, bei Getränken, Grillwurst und einem Salatbuffet, zu dem wie jeder und jede etwas beisteuert, das Schuljahr ausklingen. Und manchmal verabschieden wir bei dieser Gelegenheit Kolleginnen und Kollegen, die aus dem Schuldienst ausscheiden oder an eine andere Schule wechseln.

Konferenzen sind im übrigen derjenige Teil meiner schulischen Aufgaben, den ich nach dem Korrigieren von Klausuren und Klassenarbeiten am wenigsten vermissen werde.

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Ich bin live dabei, als sich unsere SchülerInnen durch die Matheaufgaben arbeiten, richtig glücklich sehen sie dabei nicht aus. Aber das ist wohl normal bei Matheklausuren, denke ich.

Mit Mathe habe ich eigentlich nichts zu tun. Doch bei den Klausuraufsichten sind auch fachfremde KollegInnen eingesetzt. Zwei KollegInnen sitzen im Prüfungsraum vor einer Gruppe von Schülern und achten darauf, dass alles ordnungsgemäß abläuft.

Zusammen mit einem Kollegen habe ich Aufsicht in der 5. Stunde, die SchülerInnen haben noch ein gute Stunde Zeit bis zum Abgabetermin. Die Kontrolllämpchen der Taschenrechner leuchten, Formelsammlungen liegen zum Teil auf dem Fußboden, um auf dem Tisch mehr Platz für Arbeitsblätter, Getränke und Nervennahrung zu machen. Gelegentlich gehen wir durch die Reihen der Einzeltische.

Jetzt zum Ende der Prüfungszeit kommen immer wieder Schülerinnen nach vorne und bitten um einen weiteren Klausurbogen. Das Papier wird von der Schule zur Verfügung gestellt, die Grundausstattung für einen Leistungskurs sind 5 Doppelbögen, ein Grundkursschüler erhält 3 Bögen. Weitere Bögen gibt es auf Nachfrage, die Anzahl wird im Klausurprotokoll notiert.

Auch Schüler kommen nach vorne, doch sie benötigen keine Klausurbögen, sie möchten zur Toilette. Dabei werden sie bis vor die Eingangstür zum Toilettenraum begleitet. In den 45 Minuten meiner Aufsicht gebe ich 5 zusätzliche Klausurbögen aus, während der Kollege 5 Schüler zur Toilette bringt.

Sein Fazit: „Mädchen brauchen Papier, Jungs müssen aufs Klo.“

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Er kommt näher, der Tag des Abschieds von der Schule, meiner Schule. Am 12. Juli, dem letzten Tag vor den Sommerferien gebe ich die Schulschlüssel ab und kehre der Schule den Rücken. Für immer.

Zieht man Wochenenden, Oster- und Pfingstferien ab, dann sind es noch genau 53 Schultage.

Ich freu mich drauf.

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regenbogen_080119

At the end of the rainbow, there is a pot of gold.

Blick aus dem Lehrerzimmer, Dienstag, 15 Uhr, Ende des 2. Schultags nach den Weihnachtsferien. Ein schnelles Handyfoto dokumentiert den ersten Regenbogen des Jahres. Wie bunt die Bäume noch sind. Auf den ersten Blick denkt man nicht an Januar. Doch dann sieht man den Weihnachtsbaum auf dem Dach.

Auf dem Parkplatz wartet mein Auto. Wenn Sie öfters hier lesen, dann wissen Sie bestimmt, welches es ist.

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Beim Verlassen des Klassenraums einer 6. Klasse fiel mein Blick auf den Kalender, der dort neben der Tür hängt und in dem die Klasse Geburtstage notiert. Ob der Kalenderspruch auch für die Vokabelarbeit im Englischunterricht genutzt wird (to complain about sth. – sich über etwas beschweren)? Oder als Beispiel für die Verwendung des Gerundiums (spending – complaining)? Oder als Impuls für einen argumentativen Essay (Comment on that statement)?

Wenn ich das nächste Mal in diesem Klassenraum bin, werde ich die anderen Kalendersprüche auch lesen. Vielleicht ist noch etwas Interessantes / Inspirierendes dabei, das einen Blogeintrag wert ist.

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Am letzten Mittwoch habe ich zum letzten Mal den Unterricht eines neuen Schuljahres begonnen.

So ist zumindest meine Planung, von der ich annehme, dass sie am 31.7.2019 Realität wird. Die Mitarbeiterin beim Dezernat für Personalangelegenheiten für Lehrerinnen und Lehrer hat mir den Eingang meines „Antrages auf vorzeitige Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses mit Ablauf des 31.7.2019“ bestätigt. Wenn ihr die Zustimmung des schulfachlichen Dezernats vorliegt, wird sie sich wieder bei mir melden. Ich habe keine Ahnung, ob selbiges Dezernat die Zustimmung verweigern kann, gehe einfach mal davon aus, dass diese Zustimmung lediglich eine Formsache ist und freue mich auf mein letztes Schuljahr.

Ab sofort werde ich in der Schule viele Dinge zum letzten Mal machen. Zum letzten Mal Konferenz zum Schuljahresbeginn, zum letzten Mal Klassenpflegschaftssitzung, zum letzten Mal Klassenlehrerin.

Auch zum letzten Mal fahre ich mit einer Abschlussklasse auf Kursfahrt. Am kommenden Sonntagabend um 20 Uhr geht es los. Wir fahren nach Cornwall und hoffen auf ein wenig spätsommerlichen Sonnenschein an der Atlantikküste. Wäre doch angemessen bei meiner letzten Kursfahrt, oder?

Von all den anderen Dingen, die ich in den kommenden Wochen und Monaten „zum letzten Mal“ mache, werde ich gerne in der  Kategorie „Letztmaliges“ hier berichten.

Ich freue mich schon jetzt auf ein Leben ohne Schule, das ich mir ein gutes Jahr vor dem gesetzlichen Rentenalter gönnen werde. Und damit ich mich schon einmal üben kann, wie es ist, weniger Zeit in der Schule und mehr zu Hause zu verbringen, sieht mein Stundenplan in diesem Schulhalbjahr einen freien Tag am Freitag vor.

Der Stundenplan für zukünftige Rentnerinnen

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… das Schuljahr 2017/18. Bis zum letzten Tag hat es mich auf Trab und in Atem gehalten, doch dann ist es um 11 Uhr tatsächlich geschafft. Mein Tisch im Lehrerzimmer ist freigeräumt von Handcreme, leeren Wasserflaschen und allerlei Papierkram. Das Postfach ist geleert, die Unterrichtsverteilung für das kommende Schuljahr in der Tasche verstaut.

Blick nach vorn – Unterrichtsverteilung

Noch hier und dort eine Umarmung und gute Wünsche für die Ferien, dann geht es nach Hause. Geschafft. Ferien.

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