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Posts Tagged ‘Schule’

Da ich gerade den letzten roten Strich auf die letzte von 16 LK-Klausuren gesetzt habe, belohne ich mich jetzt mit ein bisschen Blog-Zeit.

Statistik gefällig?

Das neue Schuljahr in NRW läuft seit 30 Schultagen und die Herbstferien sind nur noch 8 Schultage entfernt. Die erste Runde der Klausuren und Klassenarbeiten habe ich fast abgeschlossen, bis auf den Geschichtskurs haben alle Schüler ihre Arbeiten abgeliefert. Die Kleinsten haben ihre auch bereits zurückbekommen, die Großen sind am Freitag dran. Bis zum Ferienbeginn verschwinden auch die letzten beiden Stapel von meinem Schreibtisch. So der Plan.

Für die Herbstferien gibt es noch keine konkreten Pläne. Der Mann im Haus hat Urlaub genommen, so werden wir sicher dann und wann einen kleinen Ausflug machen. Vielleicht kommt das Lieblingsbaby der Zweijährige zu Besuch und wir können Sandkuchen backen und in Pfützen springen. Ein Ausflug zum Lieblingswinzer steht auch auf dem Programm, rechtzeitig zum Beginn der kalten Jahreszeit gilt es die Rotweinvorräte aufzufüllen.

Hausputz wäre eine Option, ein neues Bett hätte ich gerne, ein Besuch bei der besten Freundin wäre schön. Wahrscheinlich werden die Ferien wieder viel zu kurz sein, um alle Vorhaben in die Tat umzusetzen. Let’s wait and see.

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Heute, am bisher heißesten Tag des Jahres, habe ich wahrscheinlich mehr geschwitzt als meine Prüflinge, die noch einmal antreten mussten, um sich in einem 20-minütigen Prüfungsgespräch die letzten Punkte für ihr Abitur zu verdienen.

Mein Dank geht an die Fachschaft Erdkunde, die eine meiner Kandidatinnen so geprüft hat, dass sie am Ende der Prüfung ihr Ziel, die 100 Punkte für das Bestehen des Abiturs bereits erreicht hatte, sodass die für den Nachmittag angesetzte Prüfung in Englisch bei mir entfallen konnte. Das hat uns eine weitere Stunde Schwitzen im sonnenbeschienenen Klassenraum erspart.

Damit ist das Kapitel „Abitur 2017“ auch in diesem Blog abgeschlossen und wird erst in zwei Jahren mit dem „Abitur 2019“ wieder aufgeschlagen. Die „90bABIes“ sind Geschichte, jetzt kommen nur noch Nullen :-).

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Während die einen schon feiern oder Urlaub machen, müssen die anderen noch einmal ran und die letzten Punkte für das angestrebte Abitur sammeln. Dazu gibt es mündliche Prüfungen im 1. bis 3. Abiturfach.

Aus meinem LK wird ein Schüler die Jahrgangsstufe wiederholen, er hat sich fest vorgenommen, das Abitur im nächsten Jahr mit 2,0 zu bestehen. Ich wünsche ihm Glück.

Ein anderer Schüler kam heute zum Vorgespräch und meinte, er habe sich wohl „verzockt“ und müsse jetzt in allen drei Prüfungsfächern noch einmal antreten, um die berühmten 100 Punkte zu erlangen. Mal sehen, auf welches Pferd er diesmal setzt,  die Englischprüfung ist an zweiter Stelle, nach Mathe und vor Erdkunde.

Eine Schülerin erwarte ich morgen noch zum Vorgespräch, wahrscheinlich hat die sich auch „verzockt“, sie muss in zwei Fächern „nachbessern“.

Die Dritte im Bunde ist eine Schülerin, die bereits mit einem 1,x bestanden hat, der jedoch ein Punkt zur nächstbesseren Note fehlt. Und diesen Punkt möchte sie nun in Englisch holen, obwohl Mathe ihr Lieblingsfach ist. Hoffentlich hat sie sich bei dieser Wahl nicht „verzockt“.

Alle Kandidaten und Kandidatinnen versuchen, mich im Vorgespräch über ihre Stärken und Lieblingsthemen zu informieren, in der Hoffnung, dass ich dies bei der Auswahl der Texte berücksichtigen werde. Let’s wait and see, noch habe ich keine Entscheidung getroffen.

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Das Schöne am Zentralabitur ist die Tatsache, dass ich als Lehrerin keine Texte suchen, annotieren und mit einem Erwartungshorizont versehen muss, sondern dass mir diese Arbeit von der Bezirksregierung abgenommen wird. Also nicht wirklich von „der Bezirksregierung“, sondern von irgendwelchen Fachkolleginnen oder -kollegen, die an irgendeinem Gymnasium oder einer Gesamtschule in NRW in der Sekundarstufe II Englisch unterrichten und von „ihrer“ Bezirksregierung dazu verdonnert aufgefordert wurden, Vorschläge für die Abiturklausuren 2017 einzureichen. Vorteil: ich muss nicht die Weihnachtsferien mit Englischklausuren verbringen. Nachteil: meine Schüler müssen Texte unter Fragestellungen bearbeiten, die ich in der Form nicht formuliert hätte. Und ich muss das Geschriebene anhand eines Erwartungshorizontes korrigieren, den ich in der Form ebenfalls nicht formuliert hätte. Aber so ist das nun mal und es gibt Schlimmeres im Leben.

Manchmal überlege ich mir, was für ein Kollege oder eine Kollegin die Texte wohl ausgesucht und die Aufgabe gestellt hat. Jung oder alt? Gymnasium oder Gesamtschule? Welches Zweitfach? In diesem Jahr waren offensichtlich Kolleginnen und Kollegen am Werk, deren Zweitfach Erdkunde ist. In dem Mediationstext geht es um „Smart Cities: Wenn Konzerne Städte bauen“ und das Thema „Cities of the Future“. Selbstverständlich haben wir uns im Unterricht mit globalen Herausforderungen und Zukunftsvisionen beschäftigt, aber unser Schwerpunkt lag eher auf der künstlichen Intelligenz und utopischen und dystopischen Gesellschaften unter dem Einfluss der modernen Medien. Die Stadt der Zukunft hatten wir nicht im Focus.

Interessanterweise beschäftigt sich im zweiten Abiturvorschlag der Mediationstext, also der deutsche Text, dessen Inhalt die Schülerinnen und Schüler situationsgerecht in einen englischsprachigen Zieltext verwandeln müssen, ebenfalls mit einem Thema aus dem Erdkundeunterricht. Strukturwandel im Ruhrgebiet im Vergleich zur Entwicklung in Detroit.

Der literarische Text ist ein Auszug aus Margaret Atwoods Roman „The Heart Goes Last“ von 2015 und verlangt eine Analyse des Verhaltens der Protagonistin und eine Stellungsnahme zum Thema Zukunftsvisionen. Wir haben im Unterricht den Roman der Autorin „The Handmaid’s Tale“ gelesen und auch ein Interview mit Margaret Atwood analysiert.

Der Sachtext, ein Zeitschriftenartikel eines amerikanischen Autors, der am Beispiel von Detroit das Konzept des amerikanischen Traums kritisiert, verlangt eine Analyse der sprachlichen Mittel und der kommunikativen Strategien des Verfassers. Wir haben im Unterricht vor allem während des Präsidentschaftswahlkampfes in Amerika das Thema „American Dream – American Nightmare“ ausführlich diskutiert.

Wen wundert es, dass die Mehrzahl (19) meiner Abiturientinnen und Abiturienten freudig zum zweiten Vorschlag gegriffen hat, hier und da sogar ohne den literarischen Text auch nur eines Blickes zu würdigen. American Dream ist immer eine Bank, da meint man, sich auszukennen, da fühlt man sich sicher. Wenn man dazu auch noch Erdkunde und Sozialwissenschaften als zweites LK-Fach hat, dann ist auch Strukturwandel als Mediationsthema eine Bank. Für den Romanauszug von Frau Atwood haben sich nur drei Abiturienten entschieden.

Auf das Ergebnis bin ich wie immer gespannt. Ab morgen geht es ans Korrigieren. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

Bleibt die spannende Frage, welche Themen sich die Damen und Herren in Düsseldorf für die Nachschreiber aufgespart haben. Am 16. Mai werden die beiden Kandidaten aus meinem Kurs ihre Englischklausur nachschreiben. Dann werden wir es wissen.

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Man (zumindest ich!) musste zunächst ein wenig nachdenken, um das Motto der Abiturienten von 2017 zu verstehen.

In diesem Jahrgang machen tatsächlich die letzten in den 90er Jahren geborenen Kinder Abitur. Das ist schon etwas Besonderes. Da waren die meisten Lehrer auch gerne mal bereit, bei Singstar mitzumachen oder  im Lehrerzimmer durch ein Bällebad aus Luftballons zu kriechen, um darin versteckte Sterne zu finden.

Im nächsten Jahrgang erwarten wir dann die „Millennium-Babys“.

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Ab heute bestimmt er mein Leben, zunächst bis zu den Osterferien. Danach werden die LK-Stunden wegfallen und die Lernzeit [LZ] hoffentlich verlegt.

stundenplan_2_17Ich mag den Dienstag, den Freitag mag ich nicht. Und überhaupt … ich würde gerne früh anfangen und früh nach Hause gehen dürfen. Aber sie wissen schon … Wunschkonzert und so. Falls Sie sich über die geringe Stundenzahl wundern – Altersermäßigung 😉

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Falls Sie am Freitag keine Zeit, keine Lust oder schon Wochenende hatten, nutzen Sie unseren Dienst am Kunden heute: erweiterte Öffnungszeiten von 16.00 bis 19.30 h. Es gibt noch freie Termine um 19.10 h und 19.20 h. Kommen Sie doch vorbei. Ich freue mich auf Sie. Hätte heute Abend eh nichts Besseres vorgehabt.

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