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Posts Tagged ‘Sprache’

Mein Englisch-Grundkurs schreibt Klausur. Thema ist das Analysieren einer politischen Rede. Die Aufgabenstellung ist wie üblich dreigeteilt, die erste Aufgabe lautet: Outline the speaker’s main ideas.

Am Ende der ersten Arbeitsstunde meldet sich einer meiner Schüler. Ich gehe zu seinem Arbeitsplatz, er zeigt auf den Text, in dem er zahlreiche Textstellen mit unterschiedlichen farbigen Stiften markiert hat und fragt mich: „Reicht Ihnen das so für „Outline …“ oder soll ich alles noch mal abschreiben?“ Ich schaue einen Moment verständnislos auf sein Blatt, dann wird mir sein Problem klar. „Es heißt „outline“, nicht „underline“, erkläre ich dem verdutzten Schüler.“ „Ah, eine Zusammenfassung“, entgegnet er und macht sich erneut an die Arbeit.

Zum besseren Verständnis für Nicht-LehrerInnen: In den Klausuren benutzen wir für die Aufgabenstellungen sogenannte „Operatoren“, die auch in den von der Bezirksregierung zentral gestellten Abituraufgaben verwendet werden. Diese werden gleich zu Beginn der Oberstufe besprochen, so dass die SchülerInnen eigentlich wissen, dass sich hinter dem Begriff „Outline“ die strukturierte Darstellung inhaltlicher Aspekte verbirgt. Eigentlich …

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Sollte ich bei der nächsten Klausur besser „Sum up the speaker’s main ideas.“ in die Aufgabenstellung schreiben? Aber vielleicht wird das dann mit einer Rechenaufgabe verwechselt und führt zu der Antwort: „The speaker has 5 main ideas in his speech.

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Diese Information präsentierte uns heute einer der Referenten während einer Veranstaltung des Arbeitskreises der StuBO*-KoordinatorInnen auf seiner Folie:

8.000 SuS in den POA in KAoA in KR und D

Sie dürfen den Satz gerne laut vorlesen. Lassen Sie ihn doch bei der Grillparty am Wochenende ins Gespräch einfließen. Und achten Sie auf die Blicke ihres Gegenübers. Wenn ihr Gesprächspartner Lehrer ist, wird er Sie vielleicht verstehen. Vor allem dann, wenn er aus KR oder aus D kommt.

*Studien- und BerufsOrientierung

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Die SchülerInnen im Englisch-GK sind aufgefordert, eine Vokabelliste mit den fehlenden Informationen (Englisch-Deutsch / Deutsch-Englisch) zu ergänzen. Gewohnheitsmäßig greift Schüler J. sofort zu seinem Smartphone.

Don’t use your Smartphones now, please.“

Und mit Blick auf Schüler K., auf dessen Tisch immer ein gelbes Schulwörterbuch bereit liegt:

.. and no paper dictionary, please!

Gelächter bei drei Damen auf der linken Klassenseite.

What’s funny, Ladies?“

Papierwörterbuch (pruust, kicher …)'“

Mhh, das Wort gibt es wirklich nicht (ich habe Herrn D.uden gefragt), aber wie sonst soll ich das elektronische von dem klassischen Wörterbuch unterscheiden?

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Sie kannten bisher nur Kartoffelpuffer und Meuchelmörder? Dann sollten Sie unbedingt die neueste „Zwiebelfisch-Kolumne“ lesen und ihren Wortschatz auf den neuesten Stand bringen. Lassen Sie sich von Bastian Sick über Herrn von Zesen und seine zahlreichen Wortschöpfungen aufklären.

Herr von Zesen lebte im 17. Jahrhundert und war Erfinder, Wörter-Erfinder. Zum Beispiel sind Verfasser, Bücherei und Leidenschaft von ihm „erfundene“, besser gesagt „eingedeutschte“ Wörter. Ohne seine Fantasie würden wir die Werke der Autoren in den Bibliotheken noch immer mit Passion lesen und die Kinder in der Schule würden nicht Rechtschreibung sondern Orthographie lernen.

Doch nicht immer fand das, was dem adeligen Herrn aus der Feder floss, Eingang in den Sprachgebrauch. So ziehen Bösewichter und Kommissare immer noch lieber die Pistole als den Meuchelpuffer und niemand nennt die Mumie des alt-ägyptischen Königs Tut-Ench-Amun eine Dörrleiche.

Diesen Blog-Beitrag habe ich übrigens nicht auf meinem Schoßaufsatz geschrieben, sondern mit dem Tastenbrett auf meinem Schreibtisch, das mit dem Kleinturm-Rechner daneben verbunden ist.

Wenn Sie auch Wörter-Erfinder werden möchten, dann sollten Sie bei der vom Verein Deutsche Sprache ins Leben gerufenen „Aktion lebendiges Deutsch“ mitmachen.

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