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Posts Tagged ‘Tagebuch-Blogging’

Es ist mal wieder so weit. Frau Brüllen lädt zum Tagebuch-Bloggen ein. So dürfen Sie heute hier lesen, was ich am 5. eines Monats so treibe.

Ein ganz normaler Mittwoch.

Aufstehen – Waschen – Anziehen – Frühstücken wie jeden Morgen. Besonderheit heute: Der Himmel ist blau und wolkenlos und verspricht einen schönen Tag, zumindest was das Wetter angeht.

Auf dem Stundenplan stehen zwei Stunden Englisch in Klasse 6. Wir besprechen die Präsentationsthemen für die mündliche Prüfung und danach bereiten sich die SchülerInnen 15 Minuten lang auf eines der drei Themen vor. Anschließend präsentieren einige Freiwillige ihren kleinen Vortrag und machen ihre Sache schon recht gut.

Vor der Präsentation des Themas stellt sich jede(r) kurz vor. „My name is … . I’m .. years old. In my freetime I … . I like … but I don’t like … . I’d like to go to England because … .“ So erfahre ich, dass die meisten gerne Pizza oder Döner essen und „angry teachers“ nicht mögen. Nach England möchten sie wegen der Sehenswürdigkeiten in London und wegen Nessie in Schottland.

In der zweiten Stunde verteile ich die Rollenkarten mit den Dialogthemen. Jetzt darf jede(r) mit seinem Wunschpartner zusammenarbeiten und einen der Dialoge vorbereiten. Dazu muss man sich auf die Rollenverteilung einigen und dann mit Hilfe der Vorgaben auf den Rollenkarten ein Gespräch beim Arzt, im Restaurant, bei der Post oder in der Boutique führen. Die Stimmung im Klassenraum ist äußerst ausgelassen, die Dialoge machen allen am meisten Spaß, schnell ist die Übungszeit vorbei und mein Pflichtpensum in der Schule erledigt.

Im Lehrerzimmer drängen sich die Kollegen um den Prüfungsplan der Abiturienten, die in der nächsten Woche noch Punkte für ihr Abitur erarbeiten müssen. Auch ich habe 3 Kandidaten im Rennen, zusätzlich bin ich Vorsitzende in der Prüfung einer Kollegin. Leider kosten mich die Prüfungen meinen freien Dienstagvormittag.

Nach der Schule habe ich ein Gespräch bei der Bank, wo ich kostenlos parken kann. Deshalb nutze ich anschließend die Gelegenheit für einen Stadtbummel und einen Kaffee im Freien.

Kaffeepause

Kaffeepause

Das Café ist gut besucht, besonders die Tische im Freien erfreuen sich bei dem sonnigen Wetter großer Beliebtheit. Am Nebentisch sitzen Mutter und Tochter und unterhalten sich auf Italienisch. Ich verstehe kein Wort, schade.

Auf dem Weg zurück nach Hause halte ich am Supermarkt und kaufe Grillkoteletts, Krautsalat und Brot für heute Abend in der Hoffnung, dass die Wolken, die inzwischen am Himmel aufgetaucht sind, keinen Regen mitbringen. Mein ursprüngliches Vorhaben, einen Besuch beim Lieblings-Bio-Bauern zu machen, verschiebe ich auf morgen, es wird Zeit, nach Hause zu fahren und mit den Vorbereitungen für den morgigen Schultag zu beginnen.

Bei der Durchsicht meiner Mails finde ich ein Angebot von Air Berlin. Sie müssen gemerkt haben, dass ich gestern sehr lange nach günstigen Flügen nach München für Ende Juli gesucht habe. Dem besonderen Angebot kann ich nicht widerstehen.

dus-muc

Der Postmann klingelt und bringt ein Paket von den Amazonen mit 8 DVDs der britischen Comedy-Serie „Little Britain“. Einiges davon ist bestimmt auch im Unterricht einsetzbar – wenn die Technik mitspielt.

little-britain

Wenn ich meine Pensum für die Schule noch schaffen will, dann sollte ich jetzt mal anfangen. Sie dürfen gespannt bleiben, was der Tag noch an Überraschungen für mich bereit hält. Auf jeden Fall lege ich jetzt mal eine Flasche Rosé-Wein in den Kühlschrank.

*** EDIT ***

Überraschungen gab es keine mehr, stattdessen Grillkoteletts wie geplant, von des Meisters Hand persönlich gewendet 😉 Verzehrt haben wir die Fleischscheiben und die dazu passenden Beilagen dann doch nicht auf der Terasse, weil die Nachbarn lärmendes Gerät in Betrieb nahmen, das wir durch dichte Heckenbepflanzung nicht sehen und am Geräusch nicht identifizieren konnten. Es klang ein bisschen wie Industriestaubsauger, doch was saugt man im Garten?? Inzwischen ist Ruhe eingekehrt.

Der Rosé ist ausgesprochen köstlich und leistet mir beim Schreiben Gesellschaft. Einige Mail an Kolleginnen konnte ich noch auf die Reise schicken und Arbeit delegieren. Für morgen ist alles vorbereitet.

Was bleibt, ist den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

Machen Sie es gut – wir lesen uns.

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Schon wieder ist ein Monat vergangen und es ist Zeit für den Tagebucheintrag, den Frau Brüllen ins Leben gerufen hat.

Ich erspare Ihnen die üblichen Details wie Aufstehen, Waschen, Schminken und Zähneputzen. Der Mann im Haus besorgt die Frühstückbrötchen, während ich versuche, die Eier nicht wieder glibberig zu kochen. 6 Minuten fallen offensichtlich nicht immer gleich lang aus. Nach dem Frühstück begebe ich mich direkt an meinen Schreibtisch und mache mich an die Korrektur einer Klausur eines „Nachschreibers“. Einige Milliliter rote Tinte später ist das Projekt abgeschlossen, mehr als ein „ausreichend“ kann ich leider nicht vergeben.

Danach nehme ich gleich die nächste ungeliebte Tätigkeit in Angriff, es gilt Noten für die „sonstige Mitarbeit“ zu verteilen, um sie morgen den EF-Schülern mitteilen zu können. Mit Hilfe eines Bewertungsschemas geht das diesmal recht zügig von der Hand. Ich hoffe, meine Vorstellungen decken sich weitestgehend mit denen der Schülerinnen und Schüler.

Gegen Mittag gönne ich mir eine kleine Pause und fahre in die Nachbarstadt, um dort den starken Männern unter den Rock zu gucken beim Steinstoßen zuzuschauen.

Auf dem Rückweg halte ich beim Obstbauern, kaufe ein Schälchen Erdbeere und fotografiere die blühenden Obstbäume für einen späteren Blogeintrag. Auf dem benachbarten Tulpenfeld locken mich vereinzelte bunte Blüten und laden zu Makro-Aufnahmen ein. Bei der Bearbeitung muss ich feststellen, wie schnell ich mit Photoshop wieder aus der Übung gekommen bin.

Schwarze Tulpe

Zurück am heimischen Schreibtisch spitze ich wieder den Rotstift und korrigiere Klausur Nr. 2 von 5 zum Thema „Analysing a political speech„, der Sachtextaufgabe aus dem diesjährigen Abitur. Leider kann ich nicht mehr als 9 Punkte vergeben.

Danach ist es Zeit für eine Pause und Erdbeeren mit Schlagsahne.

Bis zum Abendessen, das heute aus der Tiefkühltruhe kommen wird, werde ich mich noch ein wenig auf den morgigen Schultag vorbereiten. Danach wird der Sonntag wohl traditionell mit dem Tatort ausklingen.

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Es hat mir Spaß gemacht, beim Tagebuch-Bloggen im März  mitzuschreiben. Deshalb mache ich auch bei der Nachfolgeaktion mit. „Tagebuch 5“ heißt die Aktion, bei der jeder und jede von den Ereignissen des 5. eines Monats berichtet und den Eintrag bei Frau Brüllen verlinkt.

Ok then, ready to start – Es geht los:

Der Wecker kündigt um viertel vor acht den Beginn des letzten Ferientages an. Draußen ist es bereits hell, die Vögel singen, aber leider lässt die Sonne sich nicht blicken. Ich überlege kurzfristig, ob ich den letzten Ferientag im Bett verbringen soll, doch dann überzeugt mich der Mann im Haus, dass es netter wäre, den Tag mit einem gemeinsamen Brötchen-Frühstück zu beginnen und macht sich auf den Weg zum Bäcker. Ich koche Kaffee und decke den Frühstückstisch. Dabei genieße ich den Anblick der immer noch aufgeräumten Küche.

kueche

Nach dem Frühstück verabrede ich ein Treffen mit dem „großen Kind“ in Düsseldorf für heute nachmittag. Sie möchte meinen Rat beim Kauf eines Blazers für eine Tagung in London, zu der sie im Rahmen ihrer Masterarbeit Ende des Monats eingeladen ist.

Mit der Post kommen endlich die auf der Didacta bestellten 30er Würfel, die ich oft einsetze, wenn ich Zeugnisnoten mache wenn es darum geht zu entscheiden, wer vorlesen, an die Tafel schreiben oder sein Referat präsentieren darf. Der letzte ging verloren und fand offensichtlich einen neuen Besitzer, als ich ihn während einer kleinen Pause eine Weile unbeobachtet ließ. Auch in Oberstufenkursen ist er ein beliebtes „Auswahlwerkzeug“.

Wer ist dran?

Wer ist der Nächste?

Wir treffen das Kind in Düsseldorf und werden dabei Zeuge der letzten Abbrucharbeiten am „Tausendfüßler„, jener Autohochstraße, die seit den 60er Jahren wichtiges Bindeglied zwischen dem Norden und dem Süden der Stadt war und die nun mit Riesenbeißzangen Tag für Tag zerlegt wird, um dem Neubau des „Kö-Bogens“ Platz zu machen.

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Aus dem 3. Stock des Kaufhauses bietet sich dieses Bild:

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Das „große Kind“ ersteht das gewünschte „Tagungsoutfit“ zum „Studentenpreis“, wir bewundern die neue Kollektion der „Eis-Uhren“, kaufen Ananas-Kokos-Duschgel im Drogeriemarkt und stärken uns in der Altstadt beim „Schweine Janes“ mit Fleischbrötchen. Auf dem Rückweg zum Parkhaus genießen wir in der Kaffee-Boutique auf der Königsallee ein Tässchen Espresso aus der dunkelgrünen Kapsel und treffen George Clooney den Freund vom großen Kind.

Wir bringen die beiden nach Hause und machen uns dann auf den Weg zurück über den Rhein.

Ende des letzten Ferientages und Ende der Aprilausgabe von „Tagebuch 5“.

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Auch heute dürfen Sie mich durch den Tag begleiten und Sie haben Glück, es ist ein ganz besonderer Sonntag.

Er beginnt, wie eigentlich jede Woche, mit dem Frühstück, zu dem der Mann im Haus die Sonntagsbrötchen holt und wir auf dem Tisch in der Küche versuchen, neben all den sonntäglichen Frühstückszutaten wie Ei, Schinken, Butter und Marmelade, auch noch die Sonntagszeitung aus Frankfurt zu plazieren. Das Format ist nicht wirklich Frühstückstisch-tauglich, da wäre ein langer Esszimmertisch schon von Vorteil. Doch wer hat schon Lust, das ganze Frühstücksgedöns erst ins Esszimmer und danach wieder zurück in die Küche zu schleppen. Ohne Personal einfach nicht machbar. Heute ist die Zeitung noch weniger geeignet, neben dem Brötchen genossen zu werden. Sie ist zu einem Viertel nass, weil der Zusteller sie nicht in den Briefkasten, sondern in die Zeitungsröhre gesteckt hat.

Nach dem Frühstück quäle ich mich mit den Notenlisten für die Abiturienten, die am kommenden Freitag ihren letzten Schultag haben und dann ihre Zulassung zum Abitur erhalten. Oder auch nicht. Da kann ein Defizit (weniger als 5 Punkte = ausreichend) im Zusatzkurs schon entscheidend sein. Ich freue mich über zwei Schüler, die den Kurs mit voller Punktzahl (15 Punkte = 1+) abschließen. Sie haben von der ersten bis zur letzten Stunde vollen Einsatz gezeigt.

Pünktlich um viertel vor eins klingelt meine Kollegin und wir machen uns auf dem Weg zum Trainingsgelände der Highlander vom Niederrhein, um die Disziplinen kennenzulernen, in denen sich unsere Siebtklässler im April bei ihren 1. Schul-Highland-Games 2013 im Rahmen der „British Days“ messen werden. Wir werden sehr freundlich auf dem Trainingsgelände empfangen und dürfen nicht nur zuschauen, sondern auch gleich selber die Gewichte in Bewegung setzen.

Schwung holen ...

Schwung holen …

... und loslassen

… und loslassen

An der Abwurftechnik muss ich noch arbeiten, aber in der B-Note dürfte ich schon gute Ergebnisse erzielen. Achten Sie besonders auf die Beinstellung, das ist wettkampfreif.

Die Profis haben da jedoch noch ganz andere Bilder zu bieten (klick aufs Bild vergrößert!).

Nach fast zwei Stunden verlassen wir das Gelände und die Highlander und freuen uns auf den 26. April, wenn wir mit den Schülern wiederkommen dürfen. Wenn Sie einmal sehen wollen, wie solche schottischen Spiele ablaufen, dann empfehle ich ihnen den 20-minütigen Film, den das WDR-Fernsehen im letzten Jahr während der Highland Games in Kempen am Niederrhein gedreht hat. [LINK] Leider hat das Wetter sich an jenem Wochenende nicht von seiner besten Seite gezeigt.

Zurück am heimischen Herd gibt es heiße Suppe und danach ein Kirschtörtchen mit Sahne.

Danach noch ein wenig Feinschliff an den Notenlisten, Vorbereitung der 2. Runde Posterpräsentation in Klasse 7 und ein bisschen Surfen von hier nach dort. Schließlich will ich auch erfahren, was die anderen Tagebuchbloggerinnen und -blogger so erlebt haben.

Der Abend wird mit Schweinefilet in Champignonrahm und beim Tatort ausklingen.

Es hat mir Spaß gemacht, Sie an meinen großen und kleinen Abenteuern der letzten Woche teilnehmen zu lassen. Danke Frau Brüllen für die Idee und danke Ihnen fürs Lesen und Kommentieren.

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Auch am Wochenende gibt es hier einen Beitrag zum Thema „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“. Diesmal im Telegrammstil.

  • Ausschlafen
  • Frühstück mit Brötchen vom Dorfbäcker
  • Fortbildung zum Thema „Mündlichkeit im Englischunterricht“
  • nachmittags Wochenendeinkauf beim blau-gelben Discounter.
  • Hühnersuppe kochen
  • Klausuraufgaben für Montag erstellen und ausdrucken.
  • Nochmals zum Discounter – Rotwein mit Glasverschluss einkaufen.
  • Wieder zu Hause Avocado und Frischkäse zu Avocadocreme verarbeiten.
  • Bayern gegen Leverkusen spielen sehen.
  • Kurz vor Ende zu Bella Block umschalten (die Frau hat ein Alkoholproblem!)
  • Hühnersuppe löffeln.
  • Den Abend bei „Lady’s Night“ mit Gerburg Jahnke ausklingen lassen.

Gute Nacht!

 

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Weil ich nicht sicher bin, ob ich heute abend noch einmal Lust habe, an den PC zu gehen und meinen Tagesbericht für Frau Brüllens Aktion „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ zu schreiben, gebe ich jetzt schon einmal einen Zwischenstand. Eigentlich ist „mein Freitag“ – zumindest was das schulische Programm angeht – bereits seit 12 Uhr beendet. Dann beginnt nämlich freitags normalerweise mein Wochenende.

Heute gibt es allerdings ab 16 Uhr noch ein besonderes Highlight – den Elternsprechtag. 20 Elterngespräche im 5-Minuten-Takt stehen bis 18.30 Uhr auf meiner Anmeldeliste, alle betreffen SchülerInnen der Klassen 6 und 7. Am Dienstag folgt die zweite Runde, dann dauert der Tag bis 19.30 Uhr, damit auch die Eltern eine Möglichkeit zum Gespräch haben, die bis abends arbeiten müssen.

Die Liste

Die Liste

In diesem Jahr wurden zum ersten Mal Pausen in den Plan integriert. Heute einmal, am Dienstag zweimal 10 Minuten zum Pipimachen und/oder Luftholen. Oder auch um den Stau vor der Türe abzubauen, der immer dann entsteht, wenn das Gespräch über das übliche „Guten Tag, was kann ich für Sie tun? Alles in Ordnung so weit, Fritz könnte seine Übungsaufgaben sorgfältiger machen, Frieda sollte regelmäßig Vokabeln lernen, bitte kontrollieren Sie häufiger den Schulplaner, vielen Dank, auf Wiedersehen!“ hinausgeht.

Falls Sie ein Gespräch mit mir führen möchten, zwischen 18 Uhr und 18.30 habe ich noch Termine frei 😉

Und was gab es sonst noch heute?

  • Brötchen zum Frühstück
  • Geschichte bilingual in der 9 – Thema: NS – Zeit, heute: „The Blitz
  • Posterpräsentation in Klasse 7 – Thema: Holidays in Britain – Derzeitiger Posterfavorit ist ein Poster über Dover – Das Poster über Dublin musste leider disqualifiziert werden, Sie ahnen, warum?
  • Rückgabe der Klassenarbeit in Klasse 6 – Leider sechs Mal die Note 5 😦
  • Die Kollegin, die als nächste ein Baby erwartet, weiß nun, dass es ein Mädchen wird. Wir freuen uns mit ihr.

Ausblick auf den heutigen Abend: Der Mann an meiner Seite kümmert sich um einen geeigneten Ort, um bei einem netten Abendessen den Elternsprechtagsstress abzubauen. Ich lasse mich überraschen.

 

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Heute ist es mir wirklich schwer gefallen, mich nach der Korrektur von 27 Klassenarbeiten noch einmal zum Schreiben aufzuraffen. Dennoch, hier kommt mein Donnerstag:

Das mit dem Wecken um viertel nach sechs kennen Sie ja jetzt schon, das war auch heute nicht anders. Vielleicht ist es mir ein kleines bisschen schwerer gefallen aufzustehen als gestern, aber auf derartige Befindlichkeiten nimmt mein Stundenplan keine Rücksicht. Noch hat niemand die Gleitzeit in der Schule eingeführt. Zudem muss ich Haare waschen, also nix mit „noch 5 Minuten liegen bleiben“.

Kaffee, Toast und Rosinenstuten zum Frühstück, ein Blick in die Zeitung, dann noch ein paar Kleinigkeiten in die Schultasche packen, die sich heute problemlos schließen lässt. Nur Unterricht in Klasse 6 heute, Klasse 7 schreibt Klassenarbeit, daher nur kleines Gepäck.

Das Auto steht wieder am gewohnten Platz, ist jedoch schneebedeckt. Ich fege die Scheiben frei, den restlichen Schnee pustet der Fahrtwind später vom Dach und von der Motorhaube. Als ich auf dem Lehrerparkplatz ankomme, sind die vorderen Parkplätze bereits alle belegt. Ich finde den vorletzten Platz im zweiten Feld. Heute gibt es keine Sonne und keinen weißen Rauch, Bäume und Sträucher sind schneebedeckt, der Himmel ist grau.

Immer noch Winter

Immer noch Winter

Die Siebtklässler schreiben ihre Arbeit ohne besondere Probleme. Nach 60 Minuten ist alles geschafft und die Hefte im roten Beutel verstaut. Wochenendbeschäftigung.

In der 3. Stunde muss ich wieder einmal in einer 9. Klasse Vertretungsunterricht geben. Die SchülerInnen haben Aufgaben, die sie allerdings nicht erledigen möchten. Einige kenne ich aus dem Geschichtsunterricht. Der Klassenraum ist ungewöhnlich voll. Die niederländischen Gastschüler sind ebenfalls dort, kein besonders interessantes Programm, so eine Vertretungsstunde. Ich erfahre, dass den Gastschülern Vertretungsunterricht unbekannt ist, wenn an der Partnerschule eine Stunde ausfällt, beschäftigen sich die Schüler selbständig oder gehen nach Hause. Neid kommt auf – bei unseren SchülerInnen und auch bei mir.

In der letzten Stunde am Donnerstag steht Englisch in Klasse 6 auf dem Plan. Gestern habe ich endlich den Vokabeltest korrigiert und kann ihn zurückgeben. Nach der Klassenarbeit fragt niemand mehr, man weiß, die gibt es am Freitag. Ich schreibe einen Satz an die Tafel, unterstreiche ein Satzteil. „The magazine is about football.“ Arbeitsauftrag: Bildet einen Fragesatz, der nach dem unterstrichenen Satzteil fragt. Das Bilden von Fragesätze mit Fragewörtern und Präpositionen haben wir in der vorigen Stunde neu gelernt. Da die Schüler gerne „gegen die Uhr“ arbeiten, gebe ich eine Minute Zeit, danach soll der Satz richtig im Heft stehen. „Fertig“, ruft der erste Schüler nach nur 15 Sekunden, nach 30 Sekunden meinen weitere Schüler, die Lösung gefunden zu haben, andere grübeln noch. Die letzten 10 Sekunden zählen wir gemeinsam herunter: 10, 9, 8, 7, 6, noch 5, 4, 3, 2, FEUERALARM !!! Der Sirenton ist eindringlich. Nach kurzem Erstaunen reagieren die SchülerInnen vorbildlich. Fenster werden geschlossen, eine Zweierreihe vor der Tür gebildet, ich greife Schlüssel und Klassenbuch und gebe das Startzeichen zum Verlassen des Klassenraums. Hinter dem letzten Schüler schließe ich die Türe. Im Treppenhaus geht es erstaunlich zivilisiert zu, kein Schubsen oder Rennen. Alle wissen, wohin sie gehen müssen. Erst als wir in dem uns zugewiesenen Bereich des Schulhofes stehen und ich kurz die Anwesenheit kontrolliere, fragt mich eine Schülerin: „Brennt es wirklich?“ Ich weiß es nicht, vermute aber, dass es ein Probealarm oder – wie erst vor kurzem – ein technischer Defekt der Feuermeldeanlage ist. Später wird sich herausstellen, dass der Alarm mutwillig von einer noch unbekannten Person (Schüler?) ausgelöst wurde.

Zurück in der Klasse lobe ich die SchülerInnen für ihr vorbildliches Verhalten und wir gehen relativ schnell zur Tagesordnung über. „What is the magazine about?“ ist die richtige Lösung der Aufgabe an der Tafel. Es bleibt noch Zeit für das Notieren der Vokabelaufgabe, dann ist Pause. Die SchülerInnen gehen wieder auf den Hof, diesmal jedoch mit Jacken und in kleinen Gruppen und ohne meine Begleitung.

Ich habe frei und fahre zum Einkaufen zum Stautenhof, um dort die Schenkel eines Weidehähnchens für das Abendessen einzukaufen. Ein Salat kommt auch noch dazu und ein Stück Käse aus dem Angebot.

Der Rest des Nachmittags steht ganz im Zeichen der Korrektur der 6er-Arbeit, schließlich habe ich angekündigt, diese morgen zurückzugeben. Nur unterbrochen vom Abendessen und einigen kurzen Teepausen, arbeite ich den Stapel ab. Nach dem Abendessen kann der Mann im Haus sein Excel-Programm anwerfen und die Säulendiagramme für die Auswertung der Arbeit erstellen und für jeden Schüler ausdrucken. So können die Schüler (und Eltern) sehen, wie erfolgreich sie bei den einzelnen Aufgaben im Vergleich zum Klassendurchschnitt und zur Maximalpunktzahl waren.

Während Heidi die Teenie-Models umstylt und über den Catwalk schickt, schreibe ich Noten unter Klassenarbeiten und klebe die Auswertungen in die Hefte.

Noch eine halbe Stunde hat der Donnerstag und morgen ist Elternsprechtag – von 16 – 18.30 Uhr! Ich kann mir einen angenehmeren Start ins Wochenende vorstellen.

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