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Posts Tagged ‘Vertretung’

Das große Jammern über den neuen Stundenplan ist nicht nötig, aber zum Jubeln ist auch kein Grund. Wenn Sie mal schauen möchten:

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Der Mittwoch ist nach Aussage des Stundenplanverantwortlichen unabänderbar wegen der Blockung der Stunden in der Oberstufe. Leider lassen sich die Stunde der 6a vom Mittwoch oder die Doppelstunde vom Montag nicht dorthin verlegen, das hätte mir gut gefallen. Dann muss ich es wohl so hinnehmen. Wenn zum Halbjahreswechsel 4 Stunden Geschichtsunterricht „bilingual“ in der 9. Klasse dazukommen, werden sich die Lücken schon füllen. Bis dahin heißen die Lücken „Springstunden“ und werden gerne in „Vertretungsstunden“ verwandelt, von denen jeder Lehrer drei pro Monat kostenlos erteilen muss. Kommt eine vierte hinzu, kann er/sie alle vier als Mehrarbeit abrechnen.

Positiv: Obwohl ich an einem Ganztagsgymnasium unterrichte, habe ich nur am Montag Nachmittagsunterricht in meinem Leistungskurs. An allen übrigen Tagen endet der Unterricht für mich um halb zwei und ich kann den Nachmittag frei gestalten. Mittwochs und donnerstags vormittags kann ich ausschlafen oder die Morgenstunden für Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen nutzen. Dann bleibt der Nachmittag frei für Privates und Persönliches.

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… ist die Welt noch in Ordnung. Frau Ladybird genießt das Ausschlafen, draußen wird es langsam hell. Der Mann im Haus wird gleich Kaffee kochen, wir werden gemütlich frühstücken. Danach werde ich noch ein paar Dinge für den heutigen Unterricht zusammenrufen und mich um halb zehn auf den Weg zur Schule machen. So weit die Planung.

Um viertel vor acht klingelt das Festnetztelefon und Frau Ladybird stolpert ohne Brille ins Arbeitszimmer, um das Gespräch entgegen zu nehmen. Frau Ladybird vergisst – weil ohne Brille – auf das Display zu schauen, sonst hätte Sie das Gespräch vielleicht gar nicht erst angenommen. „Können Sie kommen?“, fragt die Schulsekretärin, „In der 5c ist der Englischlehrer ausgefallen und wir haben niemanden mehr.“ Frau Ladybird ist sauer, weiß aber, dass die Schulsekretärin nur die Überbringerin der Nachricht ist, erspart dieser den Wutausbruch und verspricht, zu kommen. Frau Ladybird geht übellaunig ins Bad, zieht sich an, trinkt einen Kaffee, den der Mann im Haus inzwischen gekocht hat, wirft eilig ein paar Dinge für den Unterricht in der 9c in die Tasche und verlässt das Haus durch den Hinterausgang. Das Auto ist noch nicht auf diesen frühen Aufbruch vorbereitet, die Scheiben sind von einer dünnen Eisschicht überzogen. Der Tank ist so gut wie leer, für einen Abstecher zur Tankstelle reicht die Zeit nicht mehr.

Als Frau Ladybird den Klassenraum der 5c betritt, sitzen die Kids bereits über ihren Aufgaben, stehen aber sofort auf, um die unbekannte Lehrerin zu begrüßen. Ich schreibe meinen Namen an die Tafel. „Good morning, everybody.“ „Good morning, Frau Ladybird„. Die nächsten 45 Minuten verbringe ich damit, dem einen oder der anderen Tipps beim Erledigen der Englischaufgaben im Workbook zu geben. Ich bekomme einen interessanten Einblick in die Arbeitsweise des Kollegen. Doch das ist eine andere Geschichte.

Bevor ich mich um halb eins ins Wochenende verabschiede, sehe ich auf dem Vertretungsplan für Montag, dass ich in meiner Freistunde zur Vertretung in einer 8. Klasse vorgesehen bin. Mein Tag beginnt um 8 Uhr mit Unterricht im LK und endet um 18.40 Uhr nach den Zeugniskonferenzen.

Ommmm….

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Morgen endet der Unterricht der zukünftigen Abiturienten (Q2) wegen Zeugnisausgabe nach der siebten Stunde.

Wenn alle Kolleginnen und Kollegen, die in der vierten, fünften oder sechsten Stunde Unterricht haben, gesund und munter ihren Dienst antreten, dann werde ich niemanden vertreten müssen und seit langer Zeit einmal wieder am Freitagmittag nach Hause gehen dürfen.

Bitte alle verfügbaren Daumen drücken 🙂

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…, wenn um 8 Uhr morgens das Telefon klingelt und im Display „Schule“ angezeigt wird.

So blieb denn heute morgen der Toast im Toaster und der Kaffee in der Tasse, damit ich rechtzeitig zur zweiten Stunde im Kunstraum unserer Schule eintreffen konnte. Dort war ich gefordert, den Fortgang der Arbeiten am Projekt „Kammer des Schreckens“ zu beaufsichtigen, bei dem 28 SchülerInnen einer 6. Klasse Schuh- und andere Kartons schwarz, grau oder schmutig-grün bemalen, Pfeifenputzer zu Spinnen und Styropor zu Totenschädeln formen und alles mehr oder weniger geschickt in den „Kammern“ plazieren.

Die Aufforderung „Gucken Sie mal!“ habe ich endlos oft befolgt und auf die Frage „Wie finden Sie das?“ habe ich fast immer wahrheitsgemäß „sehr eklig!“ oder „wirklich gruselig!“ geantwortet. Zur Belohnung wurde ich vom Geburtstagskind des Tages mit einem Päckchen Kaubonbons bedacht. Am Ende der Stunde haben wir die halbfertigen „Schreckenskammern“ sicher in den Regalen des Nebenraums verstaut. Zum Glück ist kein Wasserglas umgefallen und kein Klebstoff auf Pullover oder Hosen geraten. Lediglich einige Spinnenbeine lagen noch auf dem Fußboden, als ich den Kunstraum abschloss. Hätte wir fegen sollen? 😉

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