Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Vokabeln’

In den ersten Wochen in der 5. Klasse lernen „meine“ Fünftklässler im Englischunterricht unter anderem wie man Vokabeln lernt. Auf der Grundlage einer Anregung aus dem neuen Englischbuch hat mir der Mann im Haus „mal eben“ eine Schablone zum Ausdrucken gebastelt, die sich hervorragend zum selbständigen Vokabellernen eignet. Mal sehen, ob es „meinen“ Fünftklässlern morgen gelingt, die Schablone sauber aus dem Vordruck auszuschneiden.

Advertisements

Read Full Post »

Meine Fünftklässler lieben Vokabeltests. Das ist ein bisschen ungewöhnlich, aber mich freut es natürlich. Woche für Woche lernen sie ein Vokabelpäckchen aus der laufenden Unit im Schulbuch und immer dienstags werden 15 dieser Vokabeln abgefragt. Ganz klassisch. Jeder und jede faltet ein liniertes Blatt längs in zwei Spalten, schreibt Namen und Datum darauf und numeriert von Zeilen von 1 bis 15. Anschließend diktiere ich kurz hintereinander 15 Vokabeln auf Deutsch, jeder schreibt direkt die englische Übersetzung in die linke Spalte und hat danach noch ein paar Minuten Zeit, um die deutsche Übersetzung in die rechte Spalte zu schreiben.

Das macht die Korrektur für mich einfach. Für jede vollständige richtige Zeile gibt es einen Punkt. Ist die deutsche Übersetzung falsch, ziehe ich einen halben Punkt ab, dabei werden Rechtschreibfehler bei den deutschen Wörtern nicht gewertet, bei den englischen Wörtern kosten sie einen halben Punkt. Für ein ausreichend braucht man mindestens 7,5 Punkte, bei 13,5 Punkten bekommt man noch eine eins minus.

Am letzten Mittwoch gab es eine neue Herausforderung. Diesmal habe ich nur 10 Wörter abgefragt und anschließend gab es 10 Minuten Zeit, um mit den 10 übersetzten englischen Wörtern Sätze zu bilden. Bedingung war, alle Wörter zu verwenden, dabei mindestens 6 verschiedene Sätze zu schreiben und diese nach Möglichkeit zu einer kleinen Geschichte zu verbinden. Klingt zunächst schwierig und führte auch in den ersten Minuten zu Aufregung und vielen Rückfragen. „Darf ich auch noch andere Wörter verwenden?“ „Klar, musst du sogar.“ – „Was ist, wenn ich ein Wort benutzen will, das ich nicht auf Englisch weiß?“ „Benutze ein anderes oder schreibe zur Not das deutsche Wort hin.“ – „Kann ich ein Wort auch mehrmals benutzen?„Klar.“ – „Muss ich die Wörter in der Reihenfolge benutzen?“ „Nein, so wie du sie für deine Geschichte brauchst.“ – „Soll ich eine Überschrift schreiben?“ „Darfst du, ist aber nicht Pflicht.“

Dies waren die 10 Wörter: to run away (weglaufen) – to feed (füttern) – neighbour (Nachbar) – cat food (Katzenfutter) – tin (Dose) – note (Notiz, Nachricht) – after that (danach) – street (Straße) – hole (Loch) – help (Hilfe)

Bei der Bewertung wurden Wörter oder Satzkonstruktionen, die wir noch nicht im Unterricht besprochen haben, nicht als Fehler bewertet. Als Fehler zählten eine falsche Wortstellung im Satz (Subjekt-Verb-Objekt), ein fehlendes ’s‘ am Verb in der dritten Person Singular (he-she-it, das ’s‘ muss mit), ein fehlendes Genitiv-’s‘ (the neighbour’s cat) und natürlich Rechtschreibfehler bei bekannten englischen Wörtern.

Das Ergebnis ist erfreulich. Alle haben kleine Geschichten geschrieben, in denen eine Katze im Mittelpunkt steht. Viele haben ihre Sätze erfolgreich zu einer Geschichte verbunden. Hier eine kleine Auswahl (klick macht größer):

cat stories

Read Full Post »

Heute war es endlich so weit: „meine“ 5er haben ihren ersten englischen Vokabeltest geschrieben. 15 deutsche Wörter mussten sie ins Englische übersetzen und dazu auch noch fehlerfrei aufschreiben. Auf die richtige Schreibweise wurde bei den meisten in der Grundschule noch kein Wert gelegt, also war die Angst hier und da sehr groß, etwas falsch zu machen. Zum Üben war sowohl im Unterricht wie auch in den Lernzeiten (Wir sind ein Ganztagsgymnasium ohne Hausaufgaben!) genug Zeit.

Wenn Sie sich auch einmal testen wollen,  hier finden Sie den Test. Good Luck 🙂

Nächste Woche gibt es den zweiten Test. Falls Sie sich vorbereiten möchten:
Green Line 1, S. 170 (check-in) – S. 171 (to say). Enjoy! 😀

Read Full Post »

… vom „Vokabelkuchen“ für die 8. Klasse ist übrig geblieben. Möchte jemand?

Vokabelkuchen

Read Full Post »

13 Vokabeln sollten gelernt werden und müssen natürlich auch abgefragt werden. Da die meisten SchülerInnen aus der Grundschule noch keine Vokabeltests kennen, gibt es eine Generalprobe. Zwei dürfen an die Tafel, ein Junge und ein Mädchen wähle ich aus den vielen Freiwilligen aus. Die Anderen nehmen ein Blatt aus dem Collegeblock, knicken es längs, schreiben ihren Namen und das Datum darauf, nummerieren zehn Zeilen und schon kann es losgehen. Ich erkläre, dass ich ein deutsches Wort sagen werde und jeder und jede das entsprechende englische Wort in die linke Spalte neben die entsprechende Ziffer schreiben wird.  Norbert Nervensäge meldet sich: „Müssen wir auch das deutsche Wort schreiben?“ Ommmhh … Ich gebe die Frage an die Klasse weiter und ein Mitschüler wiederholt meine Erklärung fehlerfrei. Danke. Noch Fragen? „Was machen wir mit der rechten Spalte?“ „Die bleibt frei – für die Korrektur.“ Nun aber, let’s get started, die beiden Kandidaten hinter der Tafel werden schon unruhig.

Kurze Zeit später haben alle ihre zehn Wörter mehr oder weniger richtig zu Papier gebracht und wir klappen die Tafelseiten auf und betrachten das Ergebnis. Die Vertreterin der Mädchen hat 11 von 12 Punkten erreicht (es gibt für jedes richtige Wort einen Punkt, für einen kleinen Satz zwei Punkte) und ist zu Recht stolz, der Vertreter der Jungen hat nur knapp die Hälfte der Punkte erreicht und bleibt dennoch entspannt. Ist ja nur Generalprobe. Ich erkläre, dass man die Hälfte der Punkte für ein „ausreichend“ erreichen muss und nenne Noten für verschiedene Punktergebnisse und kündige den „richtigen“ Test für den nächsten Tag in der 1. Stunde an. „Richtig mit Noten?“ „Klar!“

Nach dem Unterricht stehen zwei kleine, schüchterne Mädchen händchenhaltend vor mir. Sie kommen mit dem Bus aus dem benachbarten Stadtteil und haben nun Angst, der Bus könne ausgerechnend morgen früh verspätet und sie deshalb nicht pünktlich für den Test im Klassenraum sein. Ich verspreche mit dem Test zu warten, bis auch die Buskinder eingetroffen sind. Erleichterung. Bestimmt werden diese beiden Mädchen morgen überpünktlich das Haus verlassen, um ja nicht den ersten Vokabeltest ihres Lebens zu versäumen.

Read Full Post »

Vokabeltest in der Klasse 7. Das englische Wort für „Hausfrau“ wurde gelernt und heute im Lückentest abgefragt. Da lese ich bei einem der Jungs „My mum doesn’t work, she is at home, she is a homegirl 😀

Bestimmt ist seine ‚mum‘ noch sehr jung und eine „working mum„. Was ist das auch für ein Begriff – „housewife„. Eine Ehefrau, die im Haus lebt. Very old-fashioned. Ein Begriff aus der Zeit, als eine Ehefrau zu Hause blieb, sich um Mann und Kinder kümmerte und für die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit das Einverständnis des Ehemanns brauchte. In Deutschland wurde dieses Gesetz erst 1977 geändert. Ob man in England fortschrittlicher war, habe ich noch nicht herausfinden können.

Vielleicht sollte der junge Mann einen Zusatzpunkt für kreative Wortschöpfung bzw. Modernisierung der Sprache bekommen?

Edit:

Im weiteren lese ich „homelady“. Eines der Mädchen hat diese elegante Variante der Tätigkeitsbezeichnung für die Hausfrau gewählt. Wahrscheinlich in Anlehnung an „cleaning lady„, der englischen Bezeichnung für eine Reinigungskraft.

Read Full Post »

Ich lasse die SchülerInnen Vokabeltests schreiben, so richtig altmodische. 15 Vokabeln aus dem Wortschatz der Woche. Die SchülerInnen falten ein A4-Blatt längs in zwei Spalten, ich diktiere die deutsche Bedeutung, die SchülerInnen notieren den englischen Begriff in der linken Blattspalte. Mir ist klar, dass wer bewegliche Augen hat, sein Ergebnis durchaus mit dem Nachbarn vergleichen kann, aber das nehme ich in Kauf. Die meisten Sechst- und Siebtklässler schützen ihr geistiges Eigentum noch durch eine Mäppchenbarrikade vor dem spickenden Nachbarn.

Die Korrektur geht schnell und die Benotung ist einfach: 0-1 Fehler „eins“, 2-3 Fehler „zwei“ … ab 8 Fehler eine „fünf“. Eine „fünf“ gibt es in Klasse 7 auch dann, und zwar unabhängig von der Fehlerzahl, wenn der Name auf dem Blatt fehlt. Bis zum Ende der 6. Klasse  habe ich mich bemüht, den Schreiber mit Schriftproben ausfindig zu machen. Irgendwann hatte ich fast mehr Test ohne Namen als mit. Von da an galt die Regel, kein Name = mangelhaft. Seitdem gibt es kaum noch Tests ohne Namen.

Pro Halbjahr schreiben die SchülerInnen 11 Vokabeltests, der schlechteste wird gestrichen, aus den restlichen bilde ich eine Durchschnittsnote. Diese Vokabelnote fließt in die Zeugnisnote ein. So kommt es oft vor, dass jemand, der schriftlich zwischen zwei Noten steht, aufgrund seiner guten Vokabeltests die bessere Note bekommt.

Ich weiß, dass diese Art der Wortschatzabfrage die Kommunikationsfähigkeit in einer modernen Fremdsprache nicht unbedingt fördert, aber sie führt dazu, dass die SchülerInnen (meistens) ihre Wörter lernen, denn ohne Wörter keine Kommunikation.

Und falls Sie sich fragen, warum das Blatt in zwei Spalten geknickt wird – in der Berichtigung muss die deutsche Übersetzung neben den englischen Begriff in die freie Spalte geschrieben werden. So sind auch die guten Schüler gezwungen, die Wörter noch einmal zu wiederholen. Von wegen Nachhaltigkeit und so – aber das ist ein anderes Thema.

EDIT:

Aktuell gibt es 5 (in Worten ‚fünf‘) SchülerInnen, die keinen Namen auf ihrem Blatt haben, davon eine/r auch kein Datum. 3 von diesen 5 hätten eine ‚eins‘ oder ‚zwei‘ bekommen, die anderen beiden sowieso ein ‚fünf‘. Ich bin auf das Geschrei nachher gespannt.

Read Full Post »