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Archive for the ‘Persönliches’ Category

Als „Mutter der Braut“ bin ich nicht nur für das Kleid der Braut sondern auch für die Hochzeitstorte verantwortlich. Freiwillig, versteht sich. Ich backe gerne Kuchen, traditionell jedes Jahr eine Geburtstagstorte für das große und das kleine Kind, also auch die Hochzeitstorte für den großen Tag.

Die Braut darf Wünsche äußern und so wünscht sie sich zunächst „keine Buttercreme“ und „keine Fondanttorte“. Das schränkt die Möglichkeiten der Gestaltung der äußeren Hülle einer solchen Torte schon ziemlich ein. Auf jeden Fall „drei Etagen“ soll sie haben und die Füllung „mit Himbeeren“ aber gerne auch „mit Schokolade“. Oben drauf bitte „kein Brautpaar“. Ah ja.

Das große Kind schickt Bilder von diversen Hochzeitstorten, die Menschen aus aller Welt, Profis und Laien, gebacken und fotografiert haben auf mein Smartphone. Eine „naked cake“ mit Beeren wird zum Favoriten, aber bitte nicht „naked“ sondern ganz weiß, aber „keine Buttercreme“ und „kein Fondant“ (s.o.)

Mir ist ziemlich schnell klar, dass die Torte mit einer weißen Ganache eingestrichen werden wird, damit ist die Aufgabenstellung „keine Buttercreme“ und „kein Fondant“ gelöst.

Für den Boden plane ich zunächst einen Biskuitboden, das klassische Familienrezept, entscheide mich dann aber sehr schnell für den sogenannten „Wunderboden“, der von Tortenbäckern und Bäckerinnen im Internet als besonders geeignet für Hochzeits- und Motivtoren gelobt wird. Eine gewisse Festigkeit des Bodens bei drei Etagen scheint sinnvoll.

Die Zutaten sind Eier, Zucker, Mehl, Backpulver, Öl und eine Flüssigkeit nach Wahl. Sehr häufig wird Eierlikör empfohlen, der den Boden besonders locker und aromatisch machen soll. Klar, Alkohol ist ein Treibmittel. Da bei der Hochzeit aber auch Kinder von der Torte essen werden, entscheide ich mich für Milch.

Im März, zu meinem Geburtstag, gibt es die erste Testtorte. Ein „Wunderboden“ mit Chocomel als Flüssigkeit macht den Boden leicht schokoladig. Das passt zu der Füllung, einer Zartbitterganache. Eingestrichen wird die Torte mit weißer Ganache. Diese Torte soll im Finale die Basis der Hochzeitstorte bilden.

Die Testesser, dabei auch die Braut und der Rest der Familie inclusive Kind, sind mit dem Ergebnis zufrieden.

In den folgenden Wochen und Monaten freut sich der Lieblingsmann über die eine oder andere Mini-Sonntagstorte, bei der entweder eine Variante des Bodens, die Standfestigkeit von Sahne oder eine Himbeerfüllung getestet werden. Ich probiere aus, wie viele Blätter Gelantine nötig sind, um eine Himbeer-Mascarpone-Creme zu versteifen. Familienmitglieder und/oder Nachbarn stellen sich als Kuchentester zur Verfügung. Im Juli, einen Monat vor dem Finale, werden die meisten Tests durchgeführt.

Die Testphase endet heute, 7 Tage vor dem großen Ereignis mit einer Generalprobe: eine Torte mit zwei statt drei Etagen, zwei verschiedene Böden und zwei verschiedene Füllungen. Bericht und Bilder in einem nächsten Beitrag.

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Die erste Ferienwoche ging mit dem Besuch des „Fast-schon-Dreijährigen“ zu Ende, der Freitag und Samstag bei mir für zwei kurzweilige Ferientage sorgte.

Kaum angekommen in „Omas rotem Haus“ wird der Fuhrpark bereit gestellt und die Schaufelarbeiten können beginnen. Dabei muss ich mithelfen und bekomme klare Anweisungen was ich wohin und mit welchem Arbeitsgerät zu schaufeln habe.

Der Fuhrpark

Wenn die Bauarbeiter Feierabend machen, wird die Baustelle selbstverständlich sauber hinterlassen.

Fegedienst

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Auch am 4. Ferientag bin ich noch mit schulischen Dingen beschäftigt. Ich überprüfe die Geldeingänge auf meinem Konto und stellte fest, dass inzwischen haben bis auf einen Schüler die angemahnte Restzahlung für die Kursfahrt nach Cornwall, die zu Anfang des neuen Schuljahres stattfindet, bezahlt haben.

Am Mittag fahre ich in die Stadt und besuche das Amt für Migration und Integration, um dort die Reisendenliste abzuholen, die auch dem Schüler mit moldavischem Pass die Einreise nach Großbritannien ohne eigenes Visum ermöglicht. Der zuständige Mitarbeiter sitzt in einem klimatisierten Büro in der 2. Etage und wundert sich über mein Erscheinen. Er dachte, ich hätte Ferien und es sei doch noch Zeit. Dennoch füllt er einen pinkfarbenen Beleg aus, mit dem er mich in die 5. Etage schickt, damit ich dort an der Kasse eine Gebühr von 12 € entrichte. Ohne diese Zahlung kann er mir das mehrfach gestempelte grünen Schein nicht aushändigen.

Bevor ich das kostbare Dokument einstecken kann, will er noch wissen, warum ich gerade eine Schülerfahrt nach Cornwall mache, ich sei doch wohl nicht auf den Spuren von Rosamunde Pilcher unterwegs? Er persönlich war auch schon in England, besonders London habe ihm gut gefallen, warum ich denn dort nicht hinfahre? Ich habe keine Lust, ihm meine Beweggründe zu erläutern und gebe nur eine ausweichende Antwort. Ich will mich verabschieden, doch er lässt mich nicht gehen, bevor er mir mitgeteilt hat, dass er in der kommenden Woche in den Urlaub gehen würde. Ich frage höflich, wohin es denn ginge, und das löst eine ausführliche Reisebeschreibung seiner geplanten Kreuzfahrt nach Nordeuropa und Island aus. Ich erfahre, dass er mit seiner Frau fährt, dass sie lange gespart haben auf die Reise, die 1000 € pro Tag koste, aber man habe keine Kinder, er ginge bald in den Ruhestand und würde sich das jetzt einfach mal gönnen. Ah ja.

Ich wünsche ihm einen schönen Urlaub und verlasse sein Büro. Auf dem Weg zurück zum Parkplatz komme ich an zahlreichen, von Pendlern vor dem Bahnhofsgebäude geparkten Fahrrädern vorbei, die hier offensichtlich trotz umfangreicher Beschilderung geduldet werden.

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Das große Ereignis rückt näher, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: In 18 Tagen wird das große Kind heiraten.

Am Samstag flogen die Scherben.

Scherben bringen Glück!

Erstaunlich, wie hartnäckig sich die eine oder andere Tasse oder Schüssel weigerte, in Glücksscherben zu zerbrechen. Aber wehe, sie wäre beim Spülen aus der Hand und auf den Fliesenboden der Küche gefallen.

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Aber immerhin unterrichtsfrei, schließlich ist heute der erste Tag der Sommerferien.

Auf meinem Schreibtisch sind die Ferien noch nicht angekommen, da liegen noch die Relikte der letzten Schulwoche. Da sind die Ergebnislisten von sportlichen und sprachlichen Wettkämpfen, die können wohl weg jetzt.

Eine Liste der Zahlungseingänge für die Kursfahrt im September liegt ganz oben auf dem Stapel. Sechs Schüler habe noch nicht bezahlt, obwohl die Frist in der ersten Juliwoche geendet hatte. Ich erinnere die Eltern per Email. Stelle dabei fest, dass mir von einem Schüler Kontaktdaten fehlen. Zum Glück ist die Sekretärin noch in der Schule und kann mir weiterhelfen.

Der Fachbereich Migration und Integration schreibt eine Mail und teilt mit, dass die „Reisendenliste“ für die Kursfahrt im September fertig ist und abgeholt werden kann. Gegen Bares natürlich, 12 € kostet das Blatt, das einem Schüler ohne EU-Ausweispapiere die Einreise nach Großbritannien ermöglicht.

Das Erstellen der beiden Klassenarbeiten für die Nachprüfungen zu Beginn des neuen Schuljahres verschiebe ich auf morgen, oder übermorgen oder überübermorgen.

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… das Schuljahr 2017/18. Bis zum letzten Tag hat es mich auf Trab und in Atem gehalten, doch dann ist es um 11 Uhr tatsächlich geschafft. Mein Tisch im Lehrerzimmer ist freigeräumt von Handcreme, leeren Wasserflaschen und allerlei Papierkram. Das Postfach ist geleert, die Unterrichtsverteilung für das kommende Schuljahr in der Tasche verstaut.

Blick nach vorn – Unterrichtsverteilung

Noch hier und dort eine Umarmung und gute Wünsche für die Ferien, dann geht es nach Hause. Geschafft. Ferien.

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Omas Schlafplatz für das Lieblingsbaby

Nachdem sie sich das Matratzenlager in der letzten Nacht friedlich mit ihm geteilt haben, erwarten Mr Z und Gisela Giraffe den Zweieinhalbjährigen für ein weiteres Sleepover am nächsten Wochenende.

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