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Ausgebremst

Ein kühles Fußbad ist eigentlich immer eine gute Idee bei der momentanen Hitze. Deshalb gönnte ich mir am Sonntag ein kühles Bad im Garten.

Die Katze betrachtete die Aktion wohlwollend, doch offensichtlich war eine Bremse der Meinung, mein Fuß sei in ihr Revier eingedrungen und vertrieb ihn durch einen beherzten Biss in meinen Knöchel.

Den Biss hat sie zwar nicht überlebt, doch an den Folgen leide ich auch heute noch.

Erfolgreich „ausgebremst“ ☹

Wie gut, dass ich das Baby-Planschbecken noch nicht weggeworfen habe, auch wenn der Vierjährige inzwischen herausgewachsen ist. Zur Abkühlung der Füße bei über 30°C ist es wunderbar. Das fand auch Lucy, die Katze der Nachbarn, die sich kurzzeitig das Becken mit mir teilte.

Ich habe die Schule nicht vermisst. Ich habe immer gerne unterrichtet, aber der ganze Rest, der zum Lehrerleben nun mal dazu gehört, den möchte ich nicht zurück. Auf Konferenzen, Hofaufsichten und Elternsprechtage und vor allem auf die Korrekturstapel kann ich gut verzichten.

Ich vermisse die Gespräche mit den Kollegen, die Scherze mit den Hausmeistern, das Schwätzchen mit der Bibliothekarin in der Mittagspause, aber ich genieße es, mir den Tag frei einteilen zu können und nicht vom Schulgong bestimmt zu werden, der meinen Tagesablauf in 45-Minuten-Abschnitte einteilt.

Ich wünsche SchülerInnen, KollegInnen und Eltern einen entspannten Start in ein Schuljahr, das allen Beteiligten hoffentlich wieder ein wenig Normalität zurückgibt.

Take care und Good Luck 🙂

Seven Seven

Ein besonderes Datum. Für Hochzeitstage zum Beispiel. Oder auch für Fotoaktionen. Ich habe am Siebten im Siebten weder geheiratet noch sieben Fotos gemacht. Gerade mal vier Fotos kann ich Ihnen bieten, die meine Aktivitäten am Siebten im Siebten zeigen, denn ich war beim Möbelschweden.

Dort habe wieder einmal festgestellt, dass Einkaufen in Zeiten von Corona keinen Spaß macht. Und das liegt nicht an der Mund-Nasen-Bedeckung, die im Möbelhaus Pflicht ist. Es liegt auch nicht am Abstand von 1,5 m, den es einzuhalten gilt. Es liegt vielleicht ein kleines daran, dass das Restaurant geschlossen ist und es keinen Kaffee, keine Mandeltorte und keine Fleischbällchen gibt. Vor allem liegt es aber wohl daran, dass ich eigentlich nichts aus dem Sortiment brauche. Ich habe schon alles. Nur eben nicht genug Kunststoffkisten zur Aufbewahrung meiner Nähutensilien im neu gestalteten Regal. Und da mir der Möbelschwede im Juni einen Gutschein geschenkt hat, um mich wieder einmal in seine Hallen zu locken, bin ich gestern diesem Ruf gefolgt.

Fünf neue Stapelboxen habe ich in den Einkaufswagen gepackt und danach den obligatorischen Blick in die Fundgrube geworfen. Dort bin ich tatsächlich fündig geworden und habe 6 Weißweingläsern für je 50c ein neues Zuhause gegeben.

Leider hat der Möbelschwede nicht meinen gesamten Einkauf bezahlt, da in meinem Überraschungsgutschein nur die garantierten 5 € versteckt waren.

Am Abend wurde das besondere Datum dann mit einem besonderen Abendessen gefeiert: Schweinefilet aus dem Backofen und als Vorspeise Ochsenherztomaten mit Mozarella auf Blattsalat.

Dazu gab es Weißweinschorle aus den neuen Gläsern.

Nach langer Zeit habe ich wieder einmal einen Zwiebelkuchen mit Hefeteig gebacken und er hat geschmeckt „wie früher“.

Dazu habe ich für den Hefeteig 400 g Mehl in eine Schüssel gegeben und mit 1 Tl Salz verrührt. 25 g frische Hefe und 1 Tl Zucker habe ich in 200 ml lauwarmem Wasser aufgelöst und zusammen mit 50 ml Öl zum Mehl gegeben und mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig geknetet. Den Teig habe ich mindestens eine Stunde zugedeckt gehen lassen (länger ist auch kein Problem).

Während der Teig ging, habe ich zwei Gemüsezwiebeln (ca. 1 kg) halbiert und in Scheiben geschnitten. In einer Pfanne habe ich Speckwürfelchen in 1 El Öl ausgelassen, die Zwiebeln hinzugefügt, unter Rühren glasig gedünstet, mit Salz und Pfeffer gewürzt und abkühlen lassen.

Nach der Gehzeit habe ich den Teig noch einmal geknetet, auf einem gefetteten Backblech ausgerollt, einen Rand hochgezogen, das Blech mit einem Tuch abgedeckt und den Teig noch einmal für ca. 10 Minuten gehen lassen.

Nun habe ich 3 Eier mit 200 g Creme Fraiche verquirlt, die Hälfte davon mit den gedünsteten Zwiebeln vermischt und noch einmal mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Die Zwiebelmasse habe ich auf der Teigplatte verteilt, dann die andere Hälfte der Ei-Sahne-Masse darüber gegossen und im vorgeheizten Backofen bei 200° C Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten hellbraun gebacken.

Wer mag kann etwas geriebenen Bergkäse unter die Zwiebelmasse mischen und/oder auch mit Kümmel würzen.

Der Zwiebelkuchen lässt sich sehr gut einfrieren und im Backofen wieder aufbacken.

Es ist halb rum, das Jahr 2020. Ist das jetzt eine optimistische oder eine pessimistische Aussage? So wie bei dem Glas, das (schon) halb leer oder (noch) halb voll ist.

Um das herauszufinden, blicke ich mal zurück auf mein persönliches Jahr 2020 bis jetzt. Und ich verspreche, das Thema Corona nicht in den Mittelpunkt des Rückblicks zu stellen, auch wenn es 15 Wochen und 2 Tage des vergangenen halben Jahres bestimmt hat und mit Sicherheit auch das zweite Halbjahr bestimmen wird. Mehr oder weniger, wir werden sehen.

Januar 2020

Wir begrüßen das neue Jahr auf Texel mit dem „Nieuwjaarsduik“, dem Neujahrsschwimmen, bei dem sich hunderte Texelaner (und einige Touristen) leicht bekleidet in die kalte Nordsee stürzten. Ich habe immerhin die Füße hineingetaucht.

Februar 2020

Am 1. Februar feiern wir Karneval mit den Feetzen, die auf jecke 33 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Das Karnevalswochenende verbringen wir erneut auf Texel. Wir wohnen bei Marten, dem Strandräuber, der mit seiner Familie ein kleines, feines Hotel in De Waal, dem kleinsten Ort der Insel betreibt.

März 2020

Ich feiere meinen Geburtstag mit der Familie und zwei Freundinnen, die liebste Freundin vom östlichen Rand des Ruhrgebiets kann wegen Krankheit nicht kommen. Es gibt Buttercremetorte, Kartoffelsalat, Würstchen und selbstgebackenes Baguette mit Kräuterbutter. Eine Woche später feiern wir den 30. Geburtstag vom kleinen Kind, auch sie wünscht sich eine Buttercremetorte. Kurz darauf unterbricht „das (der) Virus“ alle meinen sozialen Kontakte bis auf Weiteres. Der Mann im Haus geht ins Homeoffice, wir überprüfen unsere Vorräte an Toilettenpapier und Seife, bestellen Lebensmittel online und bleiben zu Hause. Ich starte Stoff- und Wollprojekte, nähe Mund-Nasenschutz und allerlei Nützliches für den „Babymann“, der im Mai erwartet wird und sich dann bereits Anfang April auf den Weg macht.

April 2020

Der Babymann kommt am 6. April einige Wochen zu früh auf die Welt, ist aber gesund und munter, hält Mama und Papa auf Trab und beschert mir weitere Stoff- und Wollprojekte. Der Osterhase bringt Eier und Kekse diesmal kontaktlos. Ich nähe, stricke, halte Kontakt per Whatsapp und Email und hoffe auf ein Ende des Lockdown.

Mai 2020

Im Mai werden die Einschränkungen der sozialen Kontakte nach und nach gelockert. Wir sind weiterhin sehr vorsichtig und bleiben auf Abstand. Eine Freundin hat Geburtstag und ich überreiche ihr mein Geschenk an der Haustür – mit Abstand. Ich bringe Genähtes und Gestricktes zum Babymann – mit Abstand. Der Lieblingsmann feiert Geburtstag. Wir essen Torte mit der Familie – mit Abstand. Das große Kind feiert Geburtstag. Wir frühstücken – mit Abstand. Der Vierjährige besucht mich und wir gehen zum Spielplatz – mit Abstand. Am Vatertag mache ich mit dem Lieblingsmann einen Fahrradausflug. Wir trinken ein Bier – draußen und mit Abstand. Zum Ende des Monats hebt Schleswig-Holstein die Einreisebeschränkungen für Touristen auf. Unser Pfingsturlaub auf Amrum darf stattfinden. Wir genießen eine Woche Meer, Sand, Sonne und Wind.

Juni 2020

Pfingsten auf Amrum – mit Abstand. Es sind weniger Gäste dort als sonst. In den Restaurants müssen Tische reserviert werden. Wir fahren Fahrrad, auch im Regen. Wir mieten an zwei Tagen einen Strandkorb. Wir essen Fischbrötchen und Ostfriesentorte, Scholle und Schnitzel. Wir wandern Dünen hinauf und am Strand entlang.

Wir fahren zurück nach Hause, doch nur um einige Tage später wieder die Taschen zu packen und die Fahrräder aufs Auto zu laden. Wir fahren noch einmal ans Meer, noch einmal nach Texel, noch einmal zur Strandräuberfamilie nach De Waal. Wir halten uns an niederländische Abstandsregeln. Nur auf der Fähre brauchen wir einen Mund- und Nasenschutz, aber wir müssen auch hier Plätze im Restaurant reservieren und vor allem überall 1,50 Meter Abstand halten.

Seit gut zwei Wochen sind wir wieder zurück im NRW Alltag. Der Lieblingsmann ist zurück im Homeoffice. Wir sitzen bei schönem Wetter draußen. Ich ernte die ersten drei Erdbeeren und gehe auf Schneckenjagd.

Der Babymann ist fast 3 Monate alt und sehr niedlich. Er spricht Babysprache (örööh), lacht (immer öfter), pupst (sehr laut) und hält Mama und Papa auf Trab (immer).

Der Vierjährige geht in den Kindergarten und hat Spaß daran.

Das kleine Kind kämpft sich durch das Online-Semester und lernt für Klausuren unter Coronabedingungen.

Ich räume ein Haus aus, damit es renoviert und vermietet werden kann.

Ich kaufe eine Overlock-Maschine und freue mich auf viele neue Stoffprojekte.

Ich treffe mich mit ehemaligen Kolleginnen und erfahre, dass ich mit einigen Stunden zurück an die Schule könnte, um eine Kollegin zu vertreten, die ein Baby bekommt. Ich denke kurz nach und stelle fest: ich möchte das nicht.

Ich mag mein Leben ohne Schule.

Heute, 1. Juli 2020

Willkommen zweites Halbjahr, ich bin gespannt, was du für mich und uns bereit hältst.

Seit dem 24. Juni gibt es „die Neue“ auf meinem Nähtisch – wenn Sie mal schauen möchten:

Bernina L 450
Die Neue – startklar

Über mögliche Kandidatinnen hatte ich mich bereits vorher informiert, so dass ich im Geschäft die Fragen nach meinen Wünschen an eine neue Maschine gut beantworten konnte. Ein helles Arbeitslicht und einen leichte Einfädelmöglichkeit der 4 Fäden für eine klassische Overlocknaht gehörten dabei zu den wichtigsten Punkten auf meiner Liste. Und auch ein finanzielles Limit hatte ich mir gesetzt.

Nach einem ersten Beratungstermin, zu dem mich der Lieblingsmann begleitete, musste ich mich für eine von zwei möglichen Kandidatinnen entscheiden. Zusammen mit der besten Freundin gab es einen zweiten Termin, zu dem ich meinen eigenen Stoff mitbringen und vor Ort probenähen durfte. Auch die 4 Fäden habe ich bei beiden Maschinen selber eingefädelt. Danach fiel die Entscheidung für die (in Thailand produzierte) Schweizerin und gegen die japanische Mitbewerberin. Auch die beste Freundin, die schon seit Jahren mit den Japanerinnen arbeitet, war mit meiner Entscheidung mehr als einverstanden und stattete die Neue noch mit vier Garnrollen in meiner Wunschfarbe dunkelblau aus.

Zu Hause ging das Einfädeln zunächst nicht ganz so zügig vonstatten, doch inzwischen habe ich schon ein wenig Übung. Mein erstes Projekt war ein Haarband aus Bündchenstoff. Das Zusammennähen des Schlauchs klappte schnell und problemlos. Nachdem ich den Schlauch zum Ring geschlossen hatte, selbstverständlich mit einer Wendeöffnung, durfte ich gleich das Auftrennen einer Overlock-Naht üben. In der Eile hatte ich die Schlauchenden so zusammengenäht, dass beim Wenden die Naht außen gewesen wäre. Aber mein Freund der Nahttrenner kam auch mit einer 4-Faden-Naht zurecht.

Als nächstes durfte „die Neue“ den ziemlich ausgefransten Rand eines fertig zugeschnittenen Tischläufers begradigen und versäubern, bevor „die Alte“ morgen die Briefecken und den Saum nähen wird. Dazu habe ich nur zwei Fäden benutzt, das gab eine schöne, flache, saubere Kante.

Meine erste richtige Herausforderung wird das Nähen eines T-Shirts sein, für das ich am Wochenende einen Übungsstoff auf dem Stoffmarkt in Krefeld-Uerdingen gekauft habe. Selbstverständlich unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, die vom Veranstalter gut umgesetzt wurden.

T-Shirt to be …

Texel heißt Urlauber wieder willkommen, so dass wir unseren ausgefallenen Osterurlaub nun nachholen dürfen. Das Motto der Texelaner für ihre Insel heißt: „anderhalve Meter“ – Urlaub mit Abstand.

Es gibt keine Maskenpflicht, außer in den öffentlichen Verkehrsmitteln (dem Inselbus). Während der Überfahrt auf der Fähre darf man das Auto nicht verlassen (machen wir eh nicht), beim Gang zur Toilette braucht man eine Maske (ein Tuch als Mund-Nasen-Bedeckung wird nicht akzeptiert). Bordrestaurant und Shop sind geschlossen.

In den Restaurants auf der Insel muss man für das Abendessen einen Tisch reservieren. Es gibt Zeitfenster von 2 Stunden. Auf den Strandterassen (Paal) muss man tagsüber nicht reservieren, man bekommt einen Platz zugewiesen – immer mit „anderhalve Meter“ Abstand. Ein Kopje Koffie oder Chocomel und ein Appelgebak oder ein Kaltgetränk kann man also auch spontan genießen. Das finde ich gut.

„Unser“ Hotel vermietet nur eine reduzierte Anzahl der Zimmer, damit die Gäste genug Platz haben. Das Frühstück kann man auch im Zimmer einnehmen oder es wird im Frühstücksraum serviert.

Ich bin gespannt auf die Insellösung unserer niederländischen Nachbarn und freue mich mit Abstand aufs Meer.

Schon seit 5 Jahren fahren wir zu Pfingsten nach Amrum. Da Ferienwohnungen auf Amrum sehr gefragt sind, reservieren wir immer ein Jahr im Voraus und freuen uns auf ein paar Tage Auszeit am Meer. Zum Glück sind Gäste auf Amrum seit Mitte Juni wieder willkommen und so machen wir uns am frühen Samstagmorgen auf den Weg zur Insel.

Die Autobahnen nach Norden sind zu dieser frühen Stunde erfreulich leer. Der Hamburger Hafen begrüßt uns um 5.30 Uhr mit wunderschönem Sonnenlicht.

Guten Morgen Hamburg

Unsere Fähre nach Amrum startet pünktlich von Nordstrand. Am Fährhafen erleben wir zum ersten Mal die Auswirkungen von Corona auf den Urlaub am Meer. Einstieg aufs Schiff mit Abstand und Maskenpflicht an Bord. Ein Einbahnstraßensystem auf den Decks und reduzierte Plätze an den Tischen. Plexiglasscheiben zwischen den einzelnen Sitzgruppen. Der Service an Bord ist wie gewohnt, man kann Kaffee und kleine Snacks kaufen.

Die Überfahrt nach Amrum

Bei der Ankunft auf der Insel erleben wir eine positive, coronabedingte Veränderung: Alle Passagiere werden aufgefordert, ohne Gepäck und Fahrräder das Schiff zu verlassen. Das Personal lädt das Gepäck aus und stellt es am Anleger ab, wo die Gäste es – natürlich mit dem gebührenden Abstand – übernehmen. Diesen Service hätte ich sehr gerne immer, das Aussteigen läuft viel stressfreier und zügiger.

Unsere Ferienwohnung liegt in Wittdün und ist in wenigen Minuten zu Fuß vom Anlieger zu erreichen.

Willkommen in Wittdün

Da wir in diesem Jahr eine ganze Woche auf der Insel sind, haben wir genug Zeit, Sand und Meer zu genießen.

Wir genießen Sand und Meer

Zum ersten Mal mieten wir einen Strandkorb und stellen fest, dass es Preisunterschiede zwischen den einzelnen Stränden gibt. Während im Norden der Insel der Tagespreis für einen Strandkorb nah am Wasser 17 € beträgt, zahlen wir am nächsten Tag am Südstrand nur 15 €. Der Südstrand von unserer Ferienwohnung mit dem Fahrrad schneller zu erreichen, ist also die bessere Wahl für einen reinen Strandtag.

Kulinarisch bietet Amrum einige Abwechslung, auch wenn in diesem Jahr durch die Coronaregeln einiges anders läuft als sonst. Spontane Entscheidungen für ein Abendessen sind schon in normalen Zeiten und vor allen zu Pfingsten kaum machbar. Ohne Reservierung bekommt man in diesem Jahr nirgendwo einen Platz. Dann muss man selber kochen oder eine Fischbude finden, wo man etwas zu Essen abholen kann.

Meinen ersten Drink darf ich am späten Nachmittag an der Strandbar auch ohne Reservierung genießen. Allerdings muss ich meine persönlichen Daten hinterlegen, bei der Bestellung eine Maske tragen und mir die Hände desinfizieren.

Willkommensdrink – Aperol Spritz

Unser Restaurant für das Abendessen am ersten Abend habe ich bereits von zu Hause gebucht. Ich genieße eine lecker Scholle und dazu ein Glas Weißwein. Der Mann bevorzugt ein Schnitzel und ein Weißbier.

In allen Restaurants und Cafés, die wir während unseres Aufenthaltes besuchen, müssen wir Namen, Adresse, Telefonnummer und Mailadresse hinterlegen. Die Gastwirte haben entsprechende Formulare vorbereitet, die von den Gästen am Tisch oder am Eingang ausgefüllt und dann sicher und für andere Gäste uneinsehbar aufbewahrt werden. Meist wartet man am Eingang und wird zum reservierten Tisch gebracht.

Beim Einkaufen gelten die selben Regeln wie zu Hause. Maskenpflicht, nur eine begrenzte Anzahl Kunden im Geschäft, Einkaufswagen, in kleinen Geschäften Wegmarkierungen. Die Kunden verhalten sich überwiegend verständnis- und rücksichtsvoll. Alle sind froh, dass es wieder die Möglichkeit gibt, Urlaub zu machen.

Der Strand auf Amrum ist so groß, dass Abstand halten kein Problem ist. Strandkörbe stehen weit genug auseinander und auf Spaziergängen in den Dünen trifft man nur wenige Menschen. Das Einhalten der Coronaregeln fällt auf der Insel wirklich leicht. Und die Natur ist von Corona unbeeindruckt.

Auch bei unserem inzwischen fünften Besuch auf der Insel entdecken wir Neues oder machen etwas zum ersten Mal. Diesmal ist es das Café Auszeit, wo wir Kaffee bzw. Tee trinken und leckeren, selbstgebackenen Kuchen und Waffeln genießen.

Auszeit bei Kaffee und Waffeln

Die Rückfahrt am Samstag startet fast eine Stunde verspätet, weil Wind und Wellengang den Weg der Fähre durch das Wattenmeer aufhalten. Ein wenig Zeit kann auf dem Weg zurück nach Nordstrand wieder wettgemacht werden. Auch dort dürfen wir wieder den Service des gepäckfreien Ausstiegs genießen.

Insgesamt haben wir eine erholsame Woche mitten im Meer verbracht und werden die Ferienwohnung auch für 2021 wieder reservieren. Dann werde ich auf jeden Fall einen Badeanzug, einen Fleecepulli und eine Regenhose einpacken und dafür ein Paar Schuhe zu Hause lassen.

Seit heute wissen wir, dass unser Pfingsturlaub auf der Insel Amrum stattfinden darf. Wir freuen uns.

Der Weg zum Strand ist wieder freigegeben 🙂