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Wenn Sie sich wundern, warum beim Discounter heute wieder die Schlangen an der Kasse so lang und die Einkaufswagen so voll sind – es ist Ultimo, der Letzte, Zahltag.

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Bald …

Der Countdown läuft …

Die Zeit rennt. Nur noch 50 Tage bleiben mir, um alles zu regeln, was es zu regeln gilt, wenn man zu Beginn der Sommerferien die Schule verlässt und weiß, dass man nach den Sommerferien nicht mehr wiederkommen wird.

Jetzt gilt es zunächst das Abitur 2019 abzuschließen. Die Klausuren sind zur Zeit in der Zweitkorrektur, mündliche Prüfungen im 4. Abiturfach sind in der kommenden Woche.

Am 6. Juni wird die letzte Klausur im Grundkurs der Q1 geschrieben, den Text und die Aufgaben dafür habe ich bereits ausgewählt.

Eine Klassenarbeit in der Klasse 9 lasse ich noch schreiben und wenn die korrogiert ist, kann ich alle meine Rotstifte verschenken.

Ich glaube, ich schrieb bereits, dass Korrigieren zu den Dingen gehört, die mir am wenigsten fehlen werden, oder?

Glückwünsche von 20 Personen des öffentlichen Lebens

Möge diese Verfassung noch viele Jahre als Basis unseres Zusammenlebens dienen.

Mögen wir den Mut finden, sie immer wieder den aktuellen Gegebenheiten im Sinne der Menschen, für die sie gemacht wurde, anzupassen.

Many happy returns of the day.

Was gestern war

Gestern war meine letzte Lehrerkonferenz und ich habe bis zum Schluss durchgehalten. Immerhin waren das 150 Minuten. Ich habe mich verständlicherweise nicht an den gelegentlich aufkommenden Diskussionen zur Verteilung von Bereitschaftsstunden oder dem Für und Wider von Sonderwünschen bezüglich der Unterrichtsverteilung und Stundenplangestaltung im nächsten Schuljahr beteiligt. Obwohl ich da durchaus eine Meinung gehabt hätte.

Zum Zeitvertreib habe ich Tee getrunken, (sehr trockene) Salzbrezeln geknabbert, der Tischnachbarin bei den Einträgen in ihren Terminkalender zugeschaut und einige Seiten eines Romans auf der Kindle-App meines Smartphones gelesen. Ab und zu habe ich bei Abstimmungen brav die Hand gehoben um mich zu enthalten. Und ich habe geduldig auf Tagesordnungspunkt 7 (Verschiedenes) gewartet.

Kurz vor 18 Uhr hatte ich dann die Gelegenheit ein letztes Mal vor dem Gesamtkollegium das Wort zu ergreifen, um Kolleginnen und Kollegen einzuladen, sich einen Tag vor Beginn der Sommerferien beim traditionell stattfindenden (Lehrer)Grillnachmittag von mir zu verabschieden. Dabei grillen wir nicht, wie der Name vermuten lässt, die Lehrer, sondern lassen gemütlich, bei Getränken, Grillwurst und einem Salatbuffet, zu dem wie jeder und jede etwas beisteuert, das Schuljahr ausklingen. Und manchmal verabschieden wir bei dieser Gelegenheit Kolleginnen und Kollegen, die aus dem Schuldienst ausscheiden oder an eine andere Schule wechseln.

Konferenzen sind im übrigen derjenige Teil meiner schulischen Aufgaben, den ich nach dem Korrigieren von Klausuren und Klassenarbeiten am wenigsten vermissen werde.

Während im Fachgeschäft meines Vertrauens der Inhaber zwei Ballonzahlen mit Edelgas füllt, betritt eine Mutter mit zwei Teenager-Mädchen den Laden. „Ach guck,“ kommentiert die Frau Mama, „da bekommt jemand mit 61 noch Ballons.“ „Kann doch auch 16 sein“, entgegnet eines der Mädchen. Die Mutter schaut mich an, ich lächle und schweige.

Happy Birthday!

Mandelstuten

Wenn die Kindelein sich zum Muttertagsfrühstück ansagen, dann gibt sich Frau Ladybird ganz besondere Mühe bei der Brotauswahl. Während der Mann im Haus zum Lieblingsbäcker fährt, um gar köstliche Körnerbrötchen zu besorgen, verknetet Frau Ladybird 400 g Mehl, 1 Tl Salz, 100g gemahlene und 100g gehackte Mandeln mit 40g Hefe, 50g Zucker, 70g Butter und ca. 350ml lauwarmer Milch zu einem geschmeidigen Hefeteig.

Nachdem der Teig an einem warmen Ort mehr als eine Stunde gegangen ist, findet er in einer Kastenform Platz, wird mit Milch bestrichen und darf noch weitere 30 Minuten unter einem Küchentuch ruhen.

Der Teig in der Form

Bei 180 °C (Umluft) verbringt er anschließend 35 Minuten im vorgeheizten Backofen, zusammen mit einer Schüssel Wasser wegen der Feuchtigkeit beim Backen.

Weil er nach 20 Minuten bereits ziemlich gut gebräunt ist, wird er für die restlichen 15 Minuten mit einer Alufolie bedeckt.

Jetzt nur noch abkühlen lassen.

Der fertige Stuten wiegt knapp ein Kilo und steht dem fertig gekauften Kollegen vom Bäcker optisch und geschmacklich in Nichts nach.

So sieht er von innen aus.
Locker und fluffig.

Ich bin live dabei, als sich unsere SchülerInnen durch die Matheaufgaben arbeiten, richtig glücklich sehen sie dabei nicht aus. Aber das ist wohl normal bei Matheklausuren, denke ich.

Mit Mathe habe ich eigentlich nichts zu tun. Doch bei den Klausuraufsichten sind auch fachfremde KollegInnen eingesetzt. Zwei KollegInnen sitzen im Prüfungsraum vor einer Gruppe von Schülern und achten darauf, dass alles ordnungsgemäß abläuft.

Zusammen mit einem Kollegen habe ich Aufsicht in der 5. Stunde, die SchülerInnen haben noch ein gute Stunde Zeit bis zum Abgabetermin. Die Kontrolllämpchen der Taschenrechner leuchten, Formelsammlungen liegen zum Teil auf dem Fußboden, um auf dem Tisch mehr Platz für Arbeitsblätter, Getränke und Nervennahrung zu machen. Gelegentlich gehen wir durch die Reihen der Einzeltische.

Jetzt zum Ende der Prüfungszeit kommen immer wieder Schülerinnen nach vorne und bitten um einen weiteren Klausurbogen. Das Papier wird von der Schule zur Verfügung gestellt, die Grundausstattung für einen Leistungskurs sind 5 Doppelbögen, ein Grundkursschüler erhält 3 Bögen. Weitere Bögen gibt es auf Nachfrage, die Anzahl wird im Klausurprotokoll notiert.

Auch Schüler kommen nach vorne, doch sie benötigen keine Klausurbögen, sie möchten zur Toilette. Dabei werden sie bis vor die Eingangstür zum Toilettenraum begleitet. In den 45 Minuten meiner Aufsicht gebe ich 5 zusätzliche Klausurbögen aus, während der Kollege 5 Schüler zur Toilette bringt.

Sein Fazit: „Mädchen brauchen Papier, Jungs müssen aufs Klo.“