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Warten auf …

einen Anruf. Oder vielmehr hoffen auf keinen Anruf. Dabei gestiefelt und gespornt neben gepackter Schultasche am PC sitzen, Blogeinträge hier und dort lesen … das ist „Bereitschaft“.

Offensichtlich ist aber niemand plötzlich erkrankt oder von Halloweengeistern überfallen worden, so dass das Telefon schweigt und ich diesen Beitrag ungestört abschicken kann.

Danach bleiben mir noch 45 Minuten für eine weitere Tasse Kaffee und einen Blick in die Online-Ausgabe der Zeitung, das Befüllen der Waschmaschine, das Ausräumen der Spülmaschine und was es sonst noch so an hausfraulichen Frühmorgentätigkeiten gibt.

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Morgen sind es noch genau 38 Unterrichtstage bis zum Beginn der Weihnachtsferien.
Ich verbringe den größten Teil des Sonntages am Schreibtisch, um die kommende Schulwoche vorzubereiten und um während der Woche aufgelaufene Hausaufgaben zu korrigieren.
10 Hausaufgaben zum Thema „American Dream“ wurden mir im Laufe der Ferien von mehr oder weniger fleißigen Grundkursschülern der Q1 zugeschickt. Korrigiert zurückgesendet habe ich die Aufgaben, die wie besprochen als Textverarbeitungsdatei geschickt wurden. Die Absender von pdf-Dateien oder jpg-Fotos bekamen nur eine Eingangsbestätigung mit der Bitte um Einhaltung der Verabredungen zum Versand von Hausaufgaben.

Der morgige erste Arbeitstag nach den Ferien steht im Zeichen der mündlichen Kommunikationsprüfung der zukünftigen Abiturienten. Einen Tag lang werden sie im Zweierteams zum Thema Visions of the Future geprüft. Jeder Prüfling muss einen Cartoon zum Thema beschreiben und anschließend mit dem Partner Chancen und Gefahren des jeweiligen Themenbereichs diskutieren. Dabei geht es um künstliche Intelligenz, genetisch modifizierte Organismen und Überwachungsmethoden.

Oral_Exam_1

Aufgabenstellung Oral Exam Q2

Für die SchülerInnen ein angenehmer erster Schultag, müssen sie doch nur zu ihrem Prüfungstermin in die Schule kommen, der übrige Fachunterricht des Tages entfällt. Für die Lehrerin ebenfalls ein angenehmer erster Schultag, da die Prüfungsnoten bereits am Ende des Tages feststehen und Korrekturen am häuslichen Schreibtisch entfallen.

Vater und Kind

Im Regenwald Biom des Eden Project in Cornwall gibt es nicht nur Pflanzen, sondern auch diese lustigen Vögel.

Diese beiden, Vater und Kind, traf ich im September in Cornwall beim Besuch des Regenwald Bioms im Eden Project in Cornwall. Roul Rouls heißen sie dort, eine Abwandlung ihres wissenschaftlichen Namens „Rollolus rouloul“ – Straußenwachteln. Sie laufen flink und mutig zwischen den Besuchern herum. Die Mütter haben ein fast leuchtend grünes Gefieder und tragen keinen so hübschen Hut auf dem Kopf wie die Väter. Das Küken war nach Aussage der Mitarbeiter zu dem Zeitpunkt etwa 4 Tage alt.

Rollolus Rouloul – Straußenwachtel – Vater mit Kind

Herbstferien, Sie wissen schon, meine letzten …

Mein zweiter unterrichtsfreier Tag beginnt früh heute, es ist noch gar nicht richtig hell draußen. Ich hole mir einen Kaffee an den Schreibtisch und fahre den Computer hoch. Auf dem Schreibtisch liegt der Stapel mit den Arbeiten der 7. Klasse. Nicht immer ist das Titelblatt so einladend wie dieses hier.

Leider ist der Inhalt weniger erfreulich. Heute korrigiere ich den Vokabelteil, es geht darum, verschiedene englische Übersetzungen des deutschen Verbs „gehen“ in einen Lückentext einzusetzen. „How goes you?“ sollte eigentlich niemand mehr schreiben, das haben wir zu Beginn der 5. Klasse schon besser gelernt. Trotzdem muss ich diese Lösung zwei Mal als falsch anstreichen.

In der nächsten Aufgabe muss man sich bei der Bildung von Sätzen zwischen dem Perfekt und dem Präteritum entscheiden, es gibt Signalwörter, die eine Entscheidung leichter machen sollen. Das Ergebnis ist vielfach wenig erfreulich. Die Verwendung der richtigen Zeitformen wird bis zum Abitur ein Problem bleiben, das weiß ich aus leidvoller (Korrektur)-Erfahrung.

Nach einer knappen Stunde lege ich den Rotstift zur Seite. Für heute ist der schulische Teil des Ferien-Pflichtprogramms beendet. Draußen ist es inzwischen hell geworden. Ich trinke einen zweiten Kaffee.

Nächste Ferienprogrammpunkte: Küche und Waschkeller.

14 Tage unterrichtsfrei mit Zeit für

  • die Korrektur einer Klassenarbeit
  • die Korrektur von 3 Oberstufenklausuren
  • die Erstellung einer 9er Arbeit zum Thema „Applying for a job“
  • die Zusammenstellung der mündlichen Kommunikationsprüfung der Q2 zum Thema „Zukunftsvisionen“
  • einen Besuch bei der besten Freundin am östlichen Rand des Ruhrgebiets
  • Waschen, Putzen, Aufräumen
  • Fotos
  • Faulenzen

Eine Palette Weihnachten

Ich stehe an der Kasse beim Discounter und höre, wie die Kassiererin ihrer Kollegin zuruft: „Hinten stehen zwei Paletten Weihnachten, ab Montag wieder Spekulatius.“ Mit mir gucken noch andere Kunden fassungslos. Ist es wirklich schon wieder so weit?

Zum letzten Mal

Am letzten Mittwoch habe ich zum letzten Mal den Unterricht eines neuen Schuljahres begonnen.

So ist zumindest meine Planung, von der ich annehme, dass sie am 31.7.2019 Realität wird. Die Mitarbeiterin beim Dezernat für Personalangelegenheiten für Lehrerinnen und Lehrer hat mir den Eingang meines „Antrages auf vorzeitige Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses mit Ablauf des 31.7.2019“ bestätigt. Wenn ihr die Zustimmung des schulfachlichen Dezernats vorliegt, wird sie sich wieder bei mir melden. Ich habe keine Ahnung, ob selbiges Dezernat die Zustimmung verweigern kann, gehe einfach mal davon aus, dass diese Zustimmung lediglich eine Formsache ist und freue mich auf mein letztes Schuljahr.

Ab sofort werde ich in der Schule viele Dinge zum letzten Mal machen. Zum letzten Mal Konferenz zum Schuljahresbeginn, zum letzten Mal Klassenpflegschaftssitzung, zum letzten Mal Klassenlehrerin.

Auch zum letzten Mal fahre ich mit einer Abschlussklasse auf Kursfahrt. Am kommenden Sonntagabend um 20 Uhr geht es los. Wir fahren nach Cornwall und hoffen auf ein wenig spätsommerlichen Sonnenschein an der Atlantikküste. Wäre doch angemessen bei meiner letzten Kursfahrt, oder?

Von all den anderen Dingen, die ich in den kommenden Wochen und Monaten „zum letzten Mal“ mache, werde ich gerne in der  Kategorie „Letztmaliges“ hier berichten.

Ich freue mich schon jetzt auf ein Leben ohne Schule, das ich mir ein gutes Jahr vor dem gesetzlichen Rentenalter gönnen werde. Und damit ich mich schon einmal üben kann, wie es ist, weniger Zeit in der Schule und mehr zu Hause zu verbringen, sieht mein Stundenplan in diesem Schulhalbjahr einen freien Tag am Freitag vor.

Der Stundenplan für zukünftige Rentnerinnen