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Archive for the ‘Bemerkenswertes’ Category

Wenn heute Mittag-Nachmittag-Abend die Glocken läuten, dann wissen wir, sie erinnern an die schrecklichen Ereignisse vor 80 Jahren, als in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 SA-Truppen und Angehörige der SS gewalttätige Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung organisierten. Synagogen wurden in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte zerstört, Wohnungen verwüstet, Menschen jüdischen Glaubens wurden zusammengeschlagen, einige wurden getötet. In den Tagen danach wurden viele weitere Juden verhaftet und in Konzentrationslager gebracht. Damit ist der 9. November zu recht ein Tag zum Gedenken und zum Nachdenken.

Der 9. November ist ein schicksalsträchtiges Datum für Deutschland. An diesem Tag kam es im Verlauf der deutschen Geschichte häufig zu Ereignissen, die zu entscheidenden politischen Veränderungen führten.

Erstmals 1848 wurde der 9. November zu einem politisch bedeutsamen Tag in Deutschland. Das Land war zu jenem Zeitpunkt noch kein einheitlicher Nationalstaat, sondern ein loser Staatenbund, zu dem sich 1815 souveräne Fürsten und freie deutsche Städte mit dem Ziel, die innere und äußere Sicherheit der Mitgliedsstaaten zu gewährleisten, zusammengeschlossen hatten.

Am 9. November 1848 scheiterte die sogenannte Märzrevolution, in der Demokraten und Liberale für die nationale Einheit Deutschlands, die Befreiung der leibeigenen Bauern und die soziale Sicherung der Arbeiter gekämpft hatten.

70 Jahre später, wieder an einem 9. November, endete das Deutsche Kaiserreich, die erste deutsche Republik, die Weimarer Republik, wurde ausgerufen.

Nur 5 Jahre später, am 9. November 1923, versuchte Hitler zusammen mit General Erich Ludendorff und weiteren Anhängern in München gewaltsam an die Macht zu gelangen. Er und seine Anhänger wurden von der bayerischen Polizei verhaftet und verurteilt. Erst zehn Jahre später gelang es Hitler auf legalem Wege an die Macht zu gelangen

15 Jahre später die Reichsprogromnacht (Reichskristallnacht), an die heute mit Gedenkveranstaltungen und Glockenläuten deutschlandweit erinnert wird.

Danach vergehen viele politisch eher ereignislose Jahre bis zu jenem Donnerstagabend im November des Jahres 1989, an dem der SED-Pressesprecher Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz völlig unerwartet die sofortige Öffnung der Mauer verkündete und damit den Erfolg einer friedlichen Revolution besiegelt. Er macht damit den Weg für DDR-Bürger in den Westen und den Weg zur Wiedervereinigung der beiden seit 1949 getrennten deutschen Staaten frei.

Ein wahrlich geschichtsträchtiges Datum, dieser 9. November.

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Beim Verlassen des Klassenraums einer 6. Klasse fiel mein Blick auf den Kalender, der dort neben der Tür hängt und in dem die Klasse Geburtstage notiert. Ob der Kalenderspruch auch für die Vokabelarbeit im Englischunterricht genutzt wird (to complain about sth. – sich über etwas beschweren)? Oder als Beispiel für die Verwendung des Gerundiums (spending – complaining)? Oder als Impuls für einen argumentativen Essay (Comment on that statement)?

Wenn ich das nächste Mal in diesem Klassenraum bin, werde ich die anderen Kalendersprüche auch lesen. Vielleicht ist noch etwas Interessantes / Inspirierendes dabei, das einen Blogeintrag wert ist.

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Vor einigen Stunden geboren, ein neuer Bewohner (oder eine Bewohnerin) meines Lieblingsbauernhofes. Mama und Kind spazierten bereits über die große Wiese und ließen sich von Mensch und Tier bestaunen.

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Am Wochenende war ich auf der Creativa in Dortmund, angeblich „Europas größte Messe für kreatives Gestalten“ (Zitat des Veranstalters). Geplant war der Besuch der Messe zusammen mit der besten Freundin aus dem östlichen Ruhrgebiet, doch die musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Da bot der Mann im Haus netterweise an mich zu begleiten, und da er Spezialist im Finden von zielnahen Parkplätzen ist, fanden wir schnell recht nah am Messegelände einen erschwinglichen Stellplatz für das Auto.

Da wir bereits kurz nach Öffnung der Ausstellung vor Ort waren, konnten wir relativ entspannt durch die Hallen und an den Ständen entlang gehen. Unser Ziel war die Cake Dreams, die „Tortenmesse“ in Halle 3b, die bei unserem Eintreffen noch wenig besucht war. Die überwiegend weiblichen Messebesucherinnen standen in langer Schlange an der Garderobe an, um ihre Jacken abzugeben und anschließend an den verschiedenen Workshops der anwesenden Tortendesigner teilzunehmen.

Mein Ziel waren die Stände, die Zubehör zum Erstellen von Tortenkreationen zu günstigen Messepreisen anboten. Auf meiner Wunschliste standen runde Backformen in verschiedenen Durchmessern, dünne Cakeboards als Unterlage für die Torten und Royal Icing zum Fixieren der Torten auf den Unterlagen. All das gab es in dieser Halle, dazu Spritzbeutel mit Garnierspitzen in allen Formen und Größen, Rollfondant und vieles mehr, das das Herz von Motivtortenbäckerinnen erfreuen könnte.

All das werde ich benötigen, wenn ich im Sommer eine Hochzeitstorte für das große Kind gestalte. Da kann es nicht schaden, sich rechtzeitig zu informieren, was der Markt an geeigneten Hilfsmitteln bietet.

Zu bewundern waren in der Halle auch die Exponate eines Tortenwettbewerbs. Auf besonderen Wunsch des Lieblingsmanns fotografierte ich diese beiden Exemplare.

Gerne hätte ich mich über die verschiedenen Küchenmaschinen informiert, die an einigen Ständen zum Einsatz kamen, doch die Hersteller dieser Geräte waren nicht auf der Messe vertreten.

Nach gut zweieinhalb Stunden traten wir den Heimweg an und bahnten uns den Rückweg zum Parkplatz durch einen Strom von Besucherinnen, die das kreative Abenteuer noch vor sich hatten.

Fazit: Eine solche Kreativmesse ist eine feine Sache, wenn man Ideen und Materialien für sein Hobby sucht. Dort wird man fündig und kann aufgrund von Messerabatten häufig auch noch Geld sparen.

Allerdings weckt das unheimlich große Angebot häufig den Wunsch, all das auch einmal zu versuchen und man wird verführt, Dinge zu kaufen, die später zu Hause in Schränken und Schubladen liegen und nicht zu einem Lieblingsstück verarbeitet werden.

Weil ich das wusste, kaufte ich lieber gar nichts, auch nicht das Bastelpaket für österlichen Papierblumenschmuck oder die Wundertüte mit Nähmaschinengarn in Regenbogenfarben. Und schon gar nicht die Sockenwolle, die aus einem einzigen bunten Faden tolle dünne Baumwollsocken zaubern kann. Weiß ich doch genau, dass ich so einen feinen, eleganten Strumpf auch mit der tollsten Anleitung nicht stricken kann und das angefangene Strickstück dann irgendwann unbeachtet in der Ecke liegen wird.

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Fußball spielen kann ganz einfach sein. Da braucht es weder komplizierte Abseitsregeln noch Videobeweise. Einfach den Ball nach den Regeln des britischen Fussballtrainers Phil Woosnam (1932-2013) spielen:

„If it moves, kick it. If it doesn’t move, kick it until it does.“

Beim Spiel der Elf vom Niederrhein, bei dem ich vor einigen Wochen zuschauen durfte, sah das Spiel mit dem Ball ganz anders aus.

Wenn er sich bewegt, lass den Gegner dran. Wenn er sich nicht bewegt,  warte bis der Gegner dafür sorgt.

Nach 90 Minuten freute sich der Gegner über gewonnene 3 Punkte.

Morgen spielt die Mannschaft gegen Dortmund. Schauen wir, welche Borussia Woosnams Regel besser umsetzen können.

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Während in Düsseldorf, Köln und anderswo die Rosenmontagszüge ziehen und karnevalbegeisterte Menschen Helau, Alaaf und sonst noch was rufen, verbringen der Lieblingsmann und ich gemeinsame Zeit im Keller. Nach zahlreichen handwerklichen Projekten, die unter Einsatz von Kreis-, Kapp- und sonstigen Sägen und allerlei schwerem Gerät entstanden und dabei Spuren in Regalen und auf all den Dingen, die in einem Keller so herumstehen, hinterließen, war es an der Zeit, den Waschkeller wieder in einen hausfrauentauglichen Zustand zu versetzen. Dabei nutzen wir die Gelegenheit, in allerlei Kartons und Kisten zu schauen, die mit uns in dieses Haus eingezogen waren, um seitdem ein unbeachtetes Dasein in der Unterwelt zu fristen.

Einige Fundstücke möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Vielleicht wecken sie hier und da Erinnerungen?

Aus einer Zeit, als das Sparen noch Zinsen brachte und ein kleines blaues Buch für den Bargeldnachschub in der Reisekasse sorgte, stammt dieses Fundstück.

Sogar ein Schlüssel zum Öffnen war noch dabei und so bekamen wir Zugang zu Schätzen aus der Vergangenheit:

Neben der enormen Summe von 25 Pfennig (etwa 12 Cent) finde ich auch ein niederländisches Cent-Stück aus dem Jahr 1953 mit dem Bild der Königin Juliana auf der Rückseite der Münze. Sehr lange waren die Geldstücke wohl nicht in der gelben Sparkasse eingesperrt, einer der „Groschen“ trägt das Prägedatum 1989.

So ein kleines blaues Postsparbuch müsste eigentlich auch noch irgendwo sein, vielleicht sind auch da noch ein paar Groschen oder Mark drauf?

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Eine Freundin hat mir zu Weihnachten einen Abreißkalender für das neue Jahr geschenkt, und dort fand ich heute morgen diesen interessanten Beitrag von Herrn Tucholsky, der meinen Wortschatz um das Wort „Ohrenlider“ erweitert hat. Vielleicht kann die Genforschung sich einmal mit der Entwicklung dieses durchaus sinnvollen Accessoires am menschlichen Körper befassen?

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